Das Unternehmermagazin aus der Handelsblatt Media Group

Creditreform

Missverständnisse, Vorurteile und Unsicherheiten prägen das Verhältnis der Deutschen zur Aktienanlage – einerseits. Doch wer andererseits schon einmal in Unternehmenspapiere investiert hat, bleibt auch langfristig am Ball.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in einer Befragung unter mehr als 2.000 Personen. So zeigen sich immerhin 45 Prozent der Interviewten bereit, 10.000 Euro für 25 Jahre in Aktien anzulegen. „Das liegt deutlich über dem tatsächlichen Anteil der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer in Deutschland von aktuell 13,1 Prozent“, sagt Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des DAI. Vor allem unter den Nicht-Aktienbesitzern halten sich hartnäckig die Vorurteile, dass diese Geldanlageform gutes beziehungsweise ausgeprägtes wirtschaftliches Know-how voraussetzt (74 Prozent), dass die Investition von kleineren Beträgen nicht sinnvoll ist (55 Prozent) oder dass Aktien unsicher und riskant sind (44 Prozent).

Um das Image der Aktien in Deutschland zu verbessern, fordert Michael Völter, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse, mehr Aufklärungsarbeit – von Unternehmen und der Politik. Denn: „Eine bessere Aktienkultur nimmt in den Köpfen der Anleger ihren Anfang.“

© Creditreform-Magazin 08/2015

© Creditreform-Magazin 08/2015