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Die Isar nahe unseres Standorts in München gilt als eines der fischreichsten Gewässer Bayerns – sie ist das Zuhause von 50 verschiedenen Arten. Das freut vielleicht nicht jeden Schwimmer, aber dafür die Angler umso mehr. Sie wissen: Wenn sie erfolgreich sein wollen, kommt es auf den Köder an. Denn was das Futter angeht, sind Fische eher wählerisch. Wer den größten Fang machen will, der muss die unterschiedlichen Vorlieben für Köder kennen. Was uns das sagt? Der Anreiz motiviert, sich angeln zu lassen.

Ähnlich geht es auch hinter deutschen Unternehmenstüren zu: Hier beißen qualifizierte Arbeitskräfte nur dann an, wenn der Arbeitgeber attraktiv ist. In Zeiten des Fachkräftemangels müssen nicht mehr nur die Kandidaten überzeugen, sondern zuerst die Unternehmen. Wer im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter bestehen will, der muss Personalbeschaffung zur Managementaufgabe machen.

Für Mittelständler und Unternehmen in besonderen Märkten, wie Arval es ist, stellen die Gewinnung und Bindung geeigneter Mitarbeiter aufgrund der Konkurrenz der großen Konzerne eine Herausforderung dar – das Gewässer ist stark umkämpft. Damit uns andere Angler den kleinen Teich an potenziellen Teamkollegen nicht leerfischen, müssen Nischen-Unternehmen wie wir die richtigen Anreize bieten.

 

Arbeitgeberattraktivität im Mittelstand

Employer Branding ist daher auf der Agenda der KMUs weit nach oben geklettert – eine attraktive Arbeitgebermarke ist das A und O. Nur wenn sich Mittelständler von der Masse abheben und ihre Stärken auf dem Silbertablett präsentieren, werden die passenden Fachkräfte angelockt.

Der wohl größte Vorteil von KMU: Sie bieten jungen Einsteigern aufgrund der in der Regel kürzeren Karriereleiter einen schnelleren Weg nach oben. Aber nicht nur damit trumpfen die „Kleinen“ auf, sondern auch mit kurzen Entscheidungswegen, einer großen Aufgabenbreite für den Einzelnen und mehr Nähe zur Unternehmensleitung. Umgekehrt schätze übrigens auch ich den direkten Draht zu meinen Kollegen bei Arval. Die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten ist ein weiterer Vorteil, den nicht nur große Unternehmen, sondern auch KMU bieten – und teilweise ist dieser Aspekt dort leichter umzusetzen.

 

Fischen in Nischenmärkten

Als herstellerunabhängiger Anbieter für Full-Service-Leasing sind wir immer auf der Suche nach service- und autobegeisterten Mitarbeitern. Dabei konkurrieren wir mit den großen Firmen der Automobilindustrie in Süddeutschland. Natürlich sind das unsere Partner, aber bei der Talentsuche sind diese Unternehmen sozusagen der große Fischkutter, und wir der Angler am Isarufer.

Wie antworten wir auf diese Herausforderung? Durch eine attraktive und zugleich authentische Präsentation unseres Unternehmens. Wir gewähren unseren Kandidaten bereits im Recruiting Prozess einen ehrlichen und möglichst umfassenden Blick auf unser Unternehmen. Dazu setzen wir auf eintägige Gruppen-Assessments, bei denen unsere potentiellen neuen Mitarbeiter nicht nur die Personalabteilung, sondern vor allem auch Vorgesetzte, Kollegen, andere Abteilungen und den Arbeitsplatz kennenlernen.

Darüber hinaus bieten wir ein intensives Einarbeitungs- und Weiterbildungsprogramm, ein attraktives Vergütungspaket, das Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt, ein kollegiales und teamorientiertes Arbeitsumfeld, in dem man sich wohl fühlt und einen gut angebundenen Standort. Insgesamt also ein Arbeiten, das einfach begeistert. Und neben unserer Regionalität profitieren wir von der internationalen Unternehmenskultur, die wir als Teil der weltweit agierenden Arval Gruppe täglich leben.

Die Gewinnung von neuen Mitarbeitern muss Chefsache sein – vor allem in mittelständischen Unternehmen. Sie sollte daher weit oben auf der Agenda des Managements stehen und kein „Hobby“ neben all den anderen Aufgaben sein. Wir empfehlen: Nehmen Sie sich Zeit und arbeiten Sie die Stärken Ihres Unternehmens heraus. Denn Attraktivität bemisst sich nicht nach der Größe eines Unternehmens, sondern nach der Begeisterung, die Sie wecken.

 

So stärken Sie Ihren Arbeitgeberauftritt

Wer bin ich und wofür stehe ich als Unternehmen? Als Arbeitgeber nehmen wir unsere Leistungen, Werte und Prinzipien regelmäßig unter die Lupe. Das macht unsere Bewerberansprache überzeugender. Unternehmer sollten sich immer klar machen, was Bewerber von dem Unternehmen erwarten können. Und dies auch proaktiv zeigen: Auf einer Karrierewebsite beispielsweise können nicht nur Stellenanzeigen konkret platziert werden, sondern auch alle Vorzüge als Arbeitgeber aufgeführt werden. Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen steigern den Bekanntheitsgrad, der daraus resultierende persönliche Kontakt zum potentiellen Kandidaten bindet. Und nicht zuletzt gilt: Seien Sie dort, wo Ihre Zielgruppe ist! Social Media eignet sich hierfür besonders gut. Wir bei Arval nutzen die Vorzüge des Social Webs und präsentieren uns unter anderem auf Youtube, Twitter und Facebook.

Dabei kommt es ganz klar auf den genetischen Code an – es gilt, Werte, Persönlichkeit und Kultur eines Unternehmens herauszuarbeiten und den Bewerbern schmackhaft zu machen. Dazu gehört auch, den Unternehmensstandort attraktiv darzustellen. Ein einheitlicher und griffiger Arbeitgeberauftritt – sowohl online als auch offline – wirkt sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Mitarbeitergewinnung aus. Eine authentische und unverwechselbare Arbeitgebermarke steigert zudem nicht nur Loyalität und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, sie erhöht auch die Identifikation mit dem Arbeitgeber, verbessert das Arbeitsklima und sorgt für eine längere Verweildauer im Unternehmen.

Wer also in Zukunft Erfolg haben will, der muss die Leistungsträger von morgen einstellen. Gut ausgebildete Fachkräfte gehen aber nicht irgendwohin – so wie sich der Fisch auch nicht von jedem Angler ködern lässt. Also schmeißen Sie als Unternehmer Ihren verlockendsten Köder aus und Sie werden sehen: Nach nicht allzu langer Zeit beißen die ersten Kandidaten an!