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Die im internationalen Vergleich starke Stellung der deutschen Industrie ist gefährdet. Ausgerechnet der wichtige Know-how-Aufbau zu Zukunftsthemen stockt. Noch nicht einmal jedes zweite Unternehmen hält den Wissensstand seiner Mitarbeitenden auf Gebieten wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung aktuell für gut. Höchste Zeit also, einen positiven Wandel in den Unternehmen anzugehen!

 

Um herauszufinden, wie es um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Firmen bestellt ist, hat die Unternehmensberatung Staufen den „Change Readiness Index 2022“ erhoben und die Ergebnisse aus der Befragung von 350 Top-Führungskräften in der Studie „Unternehmen im Wandel“ veröffentlicht. Und dabei sind deutliche Defizite aufgedeckt worden.

Wichtigstes Ergebnis der Studie: Der Know-how-Aufbau zu Themen wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung kommt nicht voran. Im Vergleich zur Vorgängererhebung 2019 ergaben sich kaum Fortschritte. Von den befragten Unternehmen äußerten sich nur 44 Prozent zufrieden, was den Wissensstand ihrer Belegschaft bei solchen Zukunftsthemen betrifft. Dieser mangelnde digitale Reifegrad der Mitarbeitenden ist ein Warnsignal, weil der Mittelstand im internationalen Wettbewerb immer stärker unter Druck gerät.

Die Arbeitswelt – und damit auch die Anforderungen an die Belegschaft – verändert sich kontinuierlich. Mit statischem Fachwissen allein können Mitarbeitende die Herausforderungen von morgen nicht bewältigen. Deshalb stehen die Unternehmen unter Zugzwang, ihre Leute für die Zukunft fit zu machen. Eine Neugestaltung von Prozessen und Produktionsabläufen alleine ist nicht ausreichend. Es kommt auch auf die Menschen an, um diese Strukturen mit Leben zu füllen.

 

Angespannter Arbeitsmarkt erfordert verstärkt interne Weiterbildungsmaßnahmen

Noch treten die Betriebe bei dem Versuch, die Belegschaft intensiver auf die flexible Arbeitswelt 4.0 vorzubereiten, auf der Stelle. Trotz zweier Pandemiejahre und drastischer Veränderungen der Arbeitsprozesse konnten wir im Rahmen der Studie in diesem wichtigen Teilbereich kaum Fortschritte erkennen. Zwar arbeiten 38 Prozent der Unternehmen bereits mit IT-gestützter Weiterbildung sowie E-Learning und Self Learning, insgesamt sind die Ergebnisse der Personalentwicklung aber noch ausbaufähig. Deutlich zeigt sich dies beim unternehmensübergreifenden Talent-Management, das nur zwei von zehn Unternehmen eingeführt haben.

Wie wichtig die interne Weiterbildung ist, zeigt sich auch bei den Herausforderungen im Personalmanagement: So fällt es zwei Dritteln der Studienteilnehmer sehr schwer, neue Kolleginnen und Kollegen zu finden. Der angespannte Arbeitsmarkt kann die Lücken in vielen Unternehmen nicht füllen. Deshalb müssen die Unternehmen verstärkt in interne Weiterbildungsmaßnahmen investieren und eine offene Unternehmenskultur fördern, um Neugierde zu wecken und die Bereitschaft für neue Arbeits- und Lernformen zu stützen.

Hinweise:

Die Staufen Akademie unterstützt Unternehmen mit einem passgenauen Kursprogramm: https://www.staufen.ag/das-neue-staufen-akademieprogramm-2022-ist-da/

Die Studie „Unternehmen im Wandel“ kann unter www.staufen.ag/wandel2022 kostenlos heruntergeladen werden.

 

Zum Autor:

Wilhelm Goschy ist CEO der Staufen AG. Seit 2011 ist der Lean-Experte Vorstandsmitglied der internationalen Transformationsberatung. Dort verantwortet er den Bereich Business Development sowie die strategische Branchen- und Marktbearbeitung. Goschys Beratungsschwerpunkte liegen auf wertstromorientierten Fabrikkonzepten, der Implementierung von Wertschöpfungssystemen und dem Coaching von Führungskräften. Außerdem war er in den vergangenen Jahren maßgeblich am Ausbau des Auslandsgeschäfts der Staufen AG beteiligt. www.staufen.ag

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