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Ob auf Webseiten, Blogs, Foren oder in sozialen Medien – Content Marketing ist aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Doch wie weit sind Unternehmen wirklich, welchen Stellenwert hat das Kundenmagazin 2.0 und wie sehen die Investitionen in dieser Disziplin der Online-Vermarktung aus? Auf diese Fragen suchte die 2015 veröffentlichte Content- Marketing-Studie von Namics Antworten. Dazu befragte der Full-Service-Webdienstleister 59 Unternehmen diverser Branchen und Größen aus dem Business-to-Business- und Business-to-Consumer-Bereich in Deutschland und der Schweiz. Das Ergebnis: Content Marketing gehört fest zum Kommunikationsrepertoire, jedoch gibt es sowohl bei der Strategie als auch bei den Ressourcen noch Nachholbedarf.

Strategie: Wie ausgereift ist Content Marketing?

Über die Hälfte der Studienteilnehmer ist seit vier Jahren oder länger im Content-Marketing aktiv. Jedoch schätzen nur 18 Prozent der Befragten den Umgang mit diesem Tool als ausgereift ein. Gerade einmal ein Drittel der Unternehmen hat eine Strategie. Das zeigt sich vor allem beim Wecken des Zielgruppeninteresses: Gilt dies zwar als wichtigstes Content-Marketing-Ziel, sprechen nur 37 Prozent der Interviewten ihre Kunden mit Themen an, die passgenau auf ihre Zielgruppen abgestimmt sind. Hinzu kommt: Content-Marketing beschränkt sich auf die Website und den Newsletter sowie die Social-Media-Kanäle  Facebook und Twitter. Corporate Blogs und Foren sind häufig nicht in der Strategie berücksichtigt. Damit vergeben Unternehmen eine wichtige Chance zur Expertenpositionierung, was das langfristige Ziel der Massnahmen sein sollte.

Ressourcen: Wie intensiv wird investiert?

85 Prozent der Befragten sehen im Content-Marketing einen großen Mehrwert. Das zeigt sich allerdings nicht in den Investitionen: Unter 20 Stellenprozente und weniger als 10 Prozent des Kommunikationsbudgets werden dafür aufgewendet. Damit gehören unzureichende Ressourcen zu den größten Herausforderungen, die mit einem größeren  finanziellem Einsatz gelöst werden sollen: 17 Prozent der Unternehmen wollen noch in diesem Jahr 20 bis 40 Prozent des Kommunikationsbudgets für Content-Marketing aufwenden. Das entspricht einer Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sich das lohnt zeigen auch die Vorreiter im Content-Marketing: Sie setzen mindestens zwei Personen ein.

Die Studie zeigt: Content-Marketing ist bei den Unternehmen angekommen, jedoch fehlen häufig momentan noch eine zielgruppenorientierte Strategie und die notwendigen Ressourcen. Die Empfehlung der Studie ist daher, mit einer zum Unternehmen passenden Content-Guideline sowie einer gut ausgebildeten Redaktion zu starten.