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Creditreform

Letzte Woche war eine sehr schöne Woche in Bayern. Der Frühling ist endlich angekommen: Die Sonne schien, die Bäume begannen auszutreiben und die Biergärten waren wieder stark besucht. Nur über der bayerischen Landesregierung trübten dunkle Wolken den weiß-blauen Himmel. Dunkle, vom CO2-Ausstoß des Staatsfuhrparks belastete Wolken.

Die deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor kurzem wieder die Dienstwagen der Spitzenpolitiker unter die Lupe genommen. Und dabei festgestellt, dass vor allem die bayerische Staatsregierung wahrlich kein Vorreiter in Sachen Umweltschutz ist. Horst Seehofer zum Beispiel lässt sich in einem Audi A8L 4.2 TDI clean Diesel L Quattro chauffieren und kommt damit auf einen CO2-Ausstoß von 197 Gramm pro gefahrenen Kilometern – weit über dem EU-Grenzwert von 130g CO2/km, den die DUH als Bezugsgröße verwendete. Auch die übrigen Kabinettsmitglieder stehen nicht viel besser da.

Die Gegendarstellung der Landesregierung: Elektro- und Hybridautos seien aufgrund ihrer hohen Anschaffungskosten nicht rentabel, zudem sei die Reichweite und der Komfort für ein Flächenland wie Bayern einfach nicht ausreichend – schließlich müsse von Lindau nach Aschaffenburg gefahren und unterwegs gearbeitet werden. Der Antrag der Grünen-Fraktion, den Anteil an Elektroautos zu erhöhen und die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, wurde daher letzte Woche von der CSU-Mehrheit abgelehnt.

Finanzsekretär Albert Füracker erklärte, es gehe darum, den Fuhrpark mit Augenmaß um umweltfreundliche Fahrzeuge zu ergänzen. Da kann ich ihm nur zustimmen. Es bringt nichts, von einem Tag auf den nächsten etwa komplett auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Dazu müssen schon einige Faktoren abgewogen werden: Einsatzbereich, Nutzungsverhalten und Kosten zum Beispiel. Viele Unternehmen tun dies bereits – und stellen ihre Einsatzbereitschaft für die Umwelt auf Basis ausgereifter Überlegungen unter Beweis.

Wir stellen zum Beispiel generell bei deutschen Unternehmen einen Trend zum Downsizing fest: Große SUVs sind auf dem Rückzug, Vier-Zylinder-Motoren ersetzen Sechszylinder, anstatt eines 5er BMWs darf es nun häufiger ein 3er sein. Und selbst wenn der Vorstand nicht von seinem Luxuswagen abweichen möchte – auch höher motorisierte Autos lassen sich mit einer ökologisch ausgerichteten Dienstwagenrichtlinie vereinbaren. Ein klimaschonender Fuhrpark bemisst sich nämlich nicht nur nach der Höhe des CO2-Ausstoßes: Dazu tragen auch andere, den Kraftstoffverbrauch verringernde Faktoren bei, wie etwa Leichtlaufreifen und -öle oder das Fahrverhalten. Eine Softwarelösung hilft, Fahrten effizienter zu planen und aufeinander abzustimmen – und unterstützt damit auch eine umweltfreundliche Firmenflotte.

Sie sehen, es gibt also einiges, was man beim Thema Firmenwagen für den Umweltschutz tun kann. Sicherlich ist der Königsweg der Umstieg auf emissionsärmere Modelle bzw. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Lassen Sie sich aber von solchen weitreichenden Änderungen nicht gleich abschrecken – für den Anfang reichen bereits kleine Maßnahmen, mit denen Sie schon Großes bewirken können.

Ich zeige Ihnen gern, wie es geht! Wir haben bei Arval einen maximalen CO2-Austoß von 140g/km festgeschrieben und führen zum Beispiel regelmäßig Spritspar- und Fahrtrainings durch. Auch ich will Spaß und geb‘ gern Gas – aber das geht auch umweltfreundlich. Schließen Sie sich an – damit sich die dunklen Wolken auflösen und wir wieder unbeschwert den weiß-blauen Himmel genießen können!