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Creditreform

Seit Jahren verfolgt die Bundesregierung die Hightech-Strategie 2020, um den Standort Deutschland im Wettbewerb erfolgreich aufstellen zu können. Die Hightech-Strategie beinhaltet unter anderen die Bereitstellung von Fördermitteln, Zuschüssen und Subventionen für Unternehmen, Investoren, o.ä.. bei Investitionen in technologische Prozesse und Produkte. Damit einher sollen auch die Wertschöpfungspotentiale gewinnbringend gehoben werden. Die Entwicklung dieser Hightech-Strategie wurde im Laufe der letzten Jahre mit der Entwicklung des Themas „Industrie 4.0“ weiter ausgebaut.

Industrie 4.0 ist eigentlich für den Ausbau und damit Erhöhung der Wertschöpfung im Bereich der Informatisierung der Fertigungstechnik. Ziel ist es die „intelligente Fabrik“ (smart Factory) „zu erschaffen“. Merkmale sind dabei Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz, ergonomische Gestaltung, Integration von Kunden- und Geschäftspartnern, Optimierung aller Wertschöpfungsprozesse – die im miteinander aufeinander abgestimmt sind.
Projekte mit dem „Stempel“ Industrie 4.0 lassen sich deshalb unter anderen daran erkennen, dass Produktionsprozesse mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik durchgeführt werden. Dazu gehört die vollständige und jederzeit digitale Informationsverfügbarkeit in Echtzeit.

Untersuchungen haben ergeben, dass die schnellere zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft uns diesen Weg quasi „aufzwingt“, wenn die Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden soll.

Zur Veranschaulichung können die nachhaltigen Entwicklungsschritte, die die Menschheit in den letzten Jahrhunderten erlebt hat, dienen. Diese haben unser aller Leben verändert: Industrie 1.0 war die Dampfmaschine. Industrie 2.0 war das Fließband. Industrie 3.0 sind Elektronik und IT, und nun sind wir in der Industrie 4.0 und intelligente Produktionsprozesse werden unser Leben beeinflussen.

Die notwendigen Investitionen, um die Industrie 4.0 Thematik umzusetzen und die Technologiefelder aus- und aufzubauen, sind aber nicht nur ein Thema der Industrie. Betroffen davon sind auch die Zulieferer, Abnehmer und weitere Anspruchsgruppen. Um somit auch den KMU, also den kleinen und mittleren Unternehmen einen Zugang zu möglichen Fördermitteln, Zuschüssen und Subventionen zu ermöglichen, hat die Bundesregierung und die Europäische Union staatliche Vorteilsprogramme aufgelegt. Dazu gehören unter anderem Fördermittel die man nur bei der Europäischen Union beantragen kann und solche die man in Deutschland beantragen kann.

Beispiele für Industrie 4.0 bezogene Förderung in Deutschland:

  • Innovation im Allgemeinen: Hightech und auch niedrigschwellige Innovation
  • Prozessinnovation, Verfahrensinnovation
  • Standortsicherung und Arbeitsplatzsicherung sowie Ausbau
  • Umweltnahe Ressourceneffizienz
  • Infrastrukturausbau
  • Betriebsmittelfinanzierung
  • Produktinnovation
  • u.a.

Einen ersten Einblick zu den Förderprogrammen für Fördermittel, Zuschüsse und Subventionen aus Deutschland kann man hier erhalten:

  • ERP-Innovationsprogramm, Innovationsförderung in Prozessinnovation
  • IKT 2020-5G: Fördermittel für industrielles Internet
  • IKT 2020: Fördermittel zur Erkennung und Aufklärung von IT-Sicherheitsvorfällen
  • FONA: Fördermittel für Forschung für nachhaltige Entwicklung
  • KFW-Unternehmerkredit Plus: Fördermittel für innovative Unternehmen
  • ZIM: zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, technologie- und branchenoffene KMU Förderung
  • WING: Fördermittel für die Verbesserung der Materialeffizienz
  • u.a.

Nutzen Sie Ihre Chancen und starten Sie mit ersten Ideen in diesem Fördermittelbereich.

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine erfolgreiche Zeit

Ihr Kai Schimmelfeder
Mittelstandsbotschafter für Fördermittel, Zuschüsse und Subventionen
Geschäftsführer, feder consulting