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Creditreform

Arbeitszeiten, Gehalts- und Urlaubsregelungen: Mehr als jedes dritte deutsche Unternehmen hat diese bereits an die Arbeitswelt 4.0 angepasst oder ist gerade dabei. Und weitere 19 Prozent der hiesigen Firmen stehen in den Startlöchern. Auch sie denken schon konkret darüber nach, wie sie künftig mit der Digitalisierung der Arbeitswelt umgehen möchten.

 Aktuell stehen damit immerhin schon in rund jedem zweiten Unternehmen die Möglichkeiten und Spielregeln der künftigen Arbeitswelt auf der Agenda, wie die Studie „Erfolg im Wandel“ zeigt. Mehr als 650 Top-Führungskräfte wurden dafür von der Unternehmensberatung Staufen befragt.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen damit das Bild, wie es sich mir auch in der Praxis darstellt: Viele Unternehmen denken bereits sehr konsequent die Themen Industrie 4.0 und Arbeitswelt 4.0 zusammen. Damit dieses Zusammenspiel aber keine Gedankenübung bleibt, bedarf es entsprechend geschulter Führungskräfte. Denn die sogenannte ‚New Work‘ ist nur dann erfolgreich, wenn Führungskräfte in der Lage sind, die Mitarbeiter auf diese flexible Arbeitswelt vorzubereiten.

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Wie die Staufen-Studie weiter zeigt, sind es derzeit aber nicht nur fehlende Führungsqualitäten, die einer Arbeitswelt 4.0 im Wege stehen können, sondern auch strukturelle Probleme. So herrscht in manchen Betrieben immer noch ein ausgeprägtes Silodenken. Eine Grundeinstellung, mit der es schwer werden dürfte, eine Arbeitswelt der Zukunft zu gestalten, in der wechselnde Arbeitsorte, wechselnde Teams und auch wechselnde Chefs eher die Regel als die Ausnahme sein werden.

Dass sich die Politik noch schwer tut, einen gesetzlichen Rahmen für eine digitalisierte Arbeitswelt zu definieren, ist vor diesem Hintergrund sicherlich bedauerlich, aber auch nur eine schwache Ausrede. Denn schon heute können Firmen ihre Flexibilität und Wandlungsfähigkeit erhöhen, indem sie die Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiter fördern und ihre Führungskräfte zu Katalysatoren einer lernenden Organisation weiterentwickeln.

 

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