Das Unternehmermagazin aus der Handelsblatt Media Group

Creditreform

Im Zusammenspiel von Produktionsprozessen, Lieferketten und Kundenwünschen nimmt eine weitere Dimension einen immer größer werdenden Raum ein: Nachhaltigkeit. Ausgerechnet in dem für Deutschland so wichtigen Maschinenbau wird das ökologische Potenzial bisher aber nicht optimal genutzt. Eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben lautet deshalb: aus technologischen auch grüne Vorreiter machen.

 

© Staufen AG

Nach der turbulenten – und immer noch nicht überstandenen – Coronapandemie versetzt mit den Folgen des Ukraine-Krieges die nächste Krise Deutschlands Unternehmenslandschaft in permanente Unruhe.

Steigende Kosten vor allem für Energie und dramatische Probleme in der Lieferkette erhöhen den Druck, nachhaltiger und ressourceneffizienter zu arbeiten.

Aber gerade in herausfordernden Zeiten können sich Unternehmen mit Mut und Innovationskraft von ihren Mitbewerbern abheben und neue Standards setzen.

Dies gilt vor allem dann, wenn der Zwang zur Effizienzsteigerung im Einklang mit ökologischen Interessen erreicht werden kann – wenn also aus der Not heraus grüne Ziele erreicht werden, die sich wirtschaftlich rechnen.

Zahlreiche Beispiele unserer Best-Practice-Unternehmen belegen diesen positiven Gleichschritt von Ökologie und Ökonomie.

 

Transformation Richtung Nachhaltigkeit

© Staufen AG

Im Maschinen- und Anlagenbau wird jedoch vor allem im Bereich der indirekten Emissionen und der Lieferkette noch viel Potenzial verschenkt, so ein zentrales Ergebnis der aktuellen Green-Transformation-Studie der Staufen AG.

Eine Erkenntnis der Umfrage: Ökologische Ziele werden bislang vornehmlich im eigenen Produktionsprozess umgesetzt.

Die Studienteilnehmer nannten am häufigsten Maßnahmen zur Energieeinsparung (84 Prozent), zur störungsfreien und fehlerfreien Produktion (67 Prozent) und zur CO2-neutralen Energieversorgung (63 Prozent). Noch fehlt vielen Unternehmen der Mut, über traditionelle Optimierungsthemen wie Effizienz und Verschwendung hinauszugehen.

Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen führt an der Transformation Richtung Nachhaltigkeit langfristig kein Weg vorbei.

© Staufen AG

84 Prozent der Befragten haben erkannt, dass ihr Unternehmen den grünen Wandel vorantreiben muss, um künftig am Markt bestehen zu können.

Zwar hadern viele Marktteilnehmer mit dem hohen Tempo, ein Viertel fühlt sich sogar überfordert, aber der Anlagen- und Maschinenbau nimmt die gesellschaftliche Verantwortung an: Bis 2035 wollen neun von zehn Unternehmen aus der Branche klimaneutral sein.

Trotz Lieferengpässen, Materialknappheit und Personalmangel ist dieses Ziel zu erreichen, aber nur dann, wenn die Unternehmen Energiekrisen und Materialkrisen mit neuen Ideen begegnen, lokaler werden und ihre Lieferketten transformieren.

 

Zum Autor:

Wilhelm Goschy ist CEO der Staufen AG. Seit 2011 ist der Lean-Experte Vorstandsmitglied der internationalen Transformationsberatung. Dort verantwortet er den Bereich Business Development sowie die strategische Branchen- und Marktbearbeitung. Goschys Beratungsschwerpunkte liegen auf wertstromorientierten Fabrikkonzepten, der Implementierung von Wertschöpfungssystemen und dem Coaching von Führungskräften. Außerdem war er in den vergangenen Jahren maßgeblich am Ausbau des Auslandsgeschäfts der Staufen AG beteiligt.

www.staufen.ag

Die Studie „Green Transformation im Maschinen- und Anlagenbau“ steht hier zum kostenlosen Download bereit.