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Die Loyalität von Mitarbeitern ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Fühlen sich Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen verbunden, spiegelt sich das deutlich in ihrem Engagement wider. Eine intelligente Arbeitsplatzgestaltung kann dazu beitragen, den Einsatz der Mitarbeiter zu stärken und damit die Wertschöpfung fördern.

Laut unserer aktuellen Studie „Wohlbefinden am Arbeitsplatz“, die Steelcase gemeinsam mit IPSOS durchgeführt hat, fühlen sich 40% der befragten Angestellten aus unterschiedlichen europäischen Ländern nicht mit ihrem Unternehmen und dessen Kultur verbunden. Auch von den 800 befragten Deutschen gab jeder Dritte an, sich nicht richtig zugehörig zu fühlen. Bei den Unternehmen besteht also länderübergreifend Handlungsbedarf.

Auf Basis dieser Studienergebnisse entwickelten wir sechs Schlüsseldimensionen für eine Raumgestaltung, die das Wohlbefinden am Arbeitsplatz fördert und Menschen damit enger an das Unternehmen bindet. Für die Loyalität von Mitarbeitern sind drei dieser sechs Dimensionen entscheidend: Authentizität, Zugehörigkeit und Bedeutsamkeit.

 

Tipps, wie Sie die loyalitätsbestimmenden Dimensionen ausbauen und damit die Motivation von Mitarbeitern fördern:

1. Authentizität: Jeder möchte so sein wie er ist – auch am Arbeitsplatz.

Freie Entfaltung zulassen: Ihre Mitarbeiter sollten sich in den Büroräumen frei fühlen und ihre Ideen einbringen können. Je nach Charakter und gerade ausgeführter Aufgabe haben Mitarbeiter das Bedürfnis nach unterschiedlichen Arbeitsplätzen.

Wahlmöglichkeiten bieten: Während abgetrennte oder ruhige Bereiche konzentriertes Arbeiten ermöglichen, sind Umgebungen wie Arbeitsinseln mit mehreren Arbeitsstationen eher für Teamarbeit geeignet.

Heimatgefühl schaffen: Informelle, offene Bereiche vermitteln ein Gefühl des Zu-Hause-Seins.

Wohlfühlatmosphäre kreieren: Umgebungen, die beispielsweise durch eine bequeme, loungeähnliche Möblierung lockere Sitzhaltungen ermöglichen, schaffen eine entspannte und gemütliche Atmosphäre. Das fördert das Wohlbefinden und regt damit kreatives Denken an – ideal beispielsweise für Brainstormings.

 

2. Zugehörigkeit: Zwischenmenschliche Beziehungen sind unumgänglich.

Sozialkontakte fördern: In-Between-Zonen (z. B. in der Lobby oder zwischen Büros) sollten so gestaltet sein, dass diese Menschen einladen, sich auszutauschen. Sitzmöglichkeiten, etwa am Kaffeeautomaten, geben Raum für private Unterhaltungen und fördern die Kommunikation. Ein besseres Verständnis untereinander wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit und das Zugehörigkeitsgefühl aus.

Technologische Integration: Mitarbeiter, die nur selten oder gar nicht vom Büro aus arbeiten, fühlen sich oft nicht integriert. Über Videokonferenz-Systeme kann man die Möglichkeit bieten, auch visuell mit den Kollegen in Kontakt zu bleiben und Inhalte zu verfolgen.

 

3. Bedeutsamkeit: Sinnvolles tun und stolz darauf sein.

Identifikation schaffen: Auch außerhalb des Empfangsbereichs sollten Räume die Marke, Ziele, Geschichte und Kultur Ihres Unternehmens widerspiegeln und nach außen tragen. Auf interaktiven schwarzen Brettern im Eingangsbereich oder in Aufenthaltsräumen können Sie Neuigkeiten und Wissenswertes von all Ihren Standorten mitteilen. So sind Sie transparent und lassen alle Mitarbeiter am Unternehmensgeschehen teilhaben.

Kreatives Arbeiten ermöglichen: Wände und andere vertikale Flächen können genutzt werden, um darauf Denkprozesse und Fortschritte zu visualisieren. Auf diese Weise werden gemeinsame Erfolge für alle sichtbar. Mit neuen Technologien können auch Mitarbeiter per Telefon oder Video mit einbezogen werden, die nicht an Ihrem Standort sitzen.