Das Unternehmermagazin aus der Handelsblatt Media Group

Creditreform

Auf einer Skala von eins bis fünf, die den erfolgreichen Einsatz von BI bewertet, erreichen deutsche Unternehmen nur eine drei. Das ist das Ergebnis der Studie „biMA®2012/13“, die bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde. Ingesamt wurden für die Studie 650 Teilnehmer aus 20 europäischen Staaten befragt und ausgewertet. Deutschland unterscheidet sich bei den Ergebnissen allerdings nicht von anderen europäischen Ländern. Die Ergebnisse der Studie sind europaweit ähnlich.

Eine Ursache für das „Bfriedigend“ ist nach Ansicht des Studienleiters auch die wachsende Komplexität von Anfragen. „Die starren Abläufe und eingeführten technischen Standards bremsen die Unternehmen aus“, so Studienleiter Volker Oßendoth von Steria Mummert Consulting. Ein weiteres großes Defizit sei die fehlende strategische Ausrichtung der BI. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen verfolgen überhaupt keine spezifische BI-Strategie. Das sei manchmal auch auf Unwissen zurück zu führen, sagte BI-Experte Carsten Dittmar: „Viele Nutzer wissen beispielsweise gar nicht, welche eigenen und externen Daten und BI-Werkzeuge zur Verfügung stehen und für welchen Zweck diese eingesetzt werden dürfen.“

Paradigmenwechsel muss kommen

Steria Mummert Consulting glaubt, dass sich in den Unternehmen gerade im Bezug auf „Big Data“ noch einiges ändern muss, damit BI-Lösungen zu den gewünschten Ergebnissen führen. „Die physische Speicherung sämtlicher Daten an einem einzigen Ort entsprechend der Idee des Enterprise Data Warehouse lässt sich insbesondere in größeren Unternehmen kaum noch umsetzen“, so Carsten Dittmar. (nd)

Lesen Sie auch:Wann lohnt sich eine eigene Business-App für Mittelständler?