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Creditreform

Wer im Büro arbeitet, kann Laserdrucker und Kopierer als Belästigung empfinden, ergaben psychologische Untersuchungen der Studie. „Deshalb raten wir Betrieben weiterhin dazu, die Geräte in einem separaten Raum zu betreiben, soweit dies arbeitsorganisatorisch sinnvoll ist“, sagt Dr. Eichendorf von der DGUV, dem Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Für eine räumliche Trennung spreche schon allein der Schutz vor der Belästigung durch:

• Lärm
• Wärme
• Geruch

Wissenschaftliches Experiment

Hintergrund der Studie zu möglichen Gesundheitsgefährdungen waren Berichte über Symptome wie Atemprobleme und Kopfschmerzen – angeblich im Zusammenhang mit dem Betrieb von Laserdruckern und Kopiergeräten. Um das wissenschaftlich zu überprüfen, waren Testpersonen Laserdrucker-Emissionen unter kontrollierten Bedingungen ausgesetzt. Dabei wurden Laserdrucker mit sehr niedriger und sehr hoher Emission verwendet. Zu den Probanden zählten Gesunde, Personen mit einer unspezifischen Überempfindlichkeit der Atemwege, Personen mit Asthma und Personen, die über gesundheitliche Probleme durch Laserdrucker berichteten.

Keine belastbaren Hinweise

In ihrem Abschlussbericht kommen die Forscher zu dem Ergebnis: Es seien keine belastbaren Hinweise darauf zu finden, dass die Emissionen der Geräte objektiv messbare Erkrankungsprozesse verursachen, die geschilderten Beschwerden Betroffener entsprechen. Man habe keine spezifisch auf die Emissionen zurückführbaren Änderungen der Lungenfunktion oder von Markern für Entzündungen beobachtet – trotz aufwändiger Messmethoden, der großen Probandenzahl und der Teilnahme besonders empfindlicher Personen.

Eingeschränkte Aussagen zu Langzeitfolgen

Die Wissenschaftler weisen einerseits darauf hin, dass ihre Untersuchungen nur einen relativ kurzen Zeitraum abdeckten. Andererseits hätten die Partikelkonzentrationen bei den Untersuchungen die üblichen Werte an Arbeitsplätzen deutlich überstiegen, sodass die Wahrscheinlichkeit für eine Wirkung erhöht war. Aus den Ergebnissen ließen sich daher nur begrenzt Aussagen zu möglichen Langzeitfolgen der Emissionen ableiten. Im Vergleich zu Erkenntnissen zu anderen Schadstoffen sprächen die Ergebnisse jedoch dagegen, dass es ein wesentliches Gesundheitsrisiko gebe. (mil)

Den Abschlussbericht können Sie hier als PDF herunterladen.