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Wer MDM realisieren möchte, sollte frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Denn der Weg dorthin erforderte Schritte auf mehreren Ebenen. Jürgen Dick, Vice President Service Design bei FI-TS, hat diesen Prozess im eigenen Unternehmen gesteuert: „Im Frühjahr 2013 haben wir mit den Planungen für die Implementierung unserer Lösung begonnen. Jetzt haben wir den Rollout abgeschlossen und befassen uns bereits mit einer weiterführenden Roadmap. In den vergangenen Monaten konnten wir schon von vielen Verbesserungen profitieren und haben von den Mitarbeitern sehr positives Feedback erhalten.“ (mil)

Das können Sie aus dem Beispiel lernen:

Mobility-Strategie

Zunächst muss sich jedes Unternehmen klar darüber werden, welche Rolle das Thema Mobilität generell bei sich einnimmt und inwiefern MDM in eine Arbeitsplatz-Strategie eingebettet werden kann und soll. Um auch zukünftige Anforderungen in die Planung einzubeziehen, ist eine Einschätzung zur Entwicklung des Themas sinnvoll. In der ersten Planungsphase ist es für das Unternehmen wesentlich, unternehmensspezifische Bedürfnisse zu evaluieren, den Status quo der bisherigen Einbindung mobiler Geräte zu beurteilen und die Ziele für den MDM-Einsatz zu definieren.

BYOD oder Firmengeräte

Die zweite wichtige Entscheidung: Darf ein Mitarbeiter sein eigenes privates Gerät beruflich verwenden oder sollen firmeneigene Mobilgeräte genutzt und neu angeschafft werden? Und welche Mitarbeiter benötigen überhaupt ein Mobilgerät? Für und gegen BYOD gibt es reichlich Argumente. Letztendlich muss jedes Unternehmen für sich die beste Lösung wählen. FI-TS hat sich für Firmengeräte entschieden, da diese Variante in punkto Sicherheit weniger Risiken birgt. Zudem erleichtert die Festlegung auf ein Betriebssystem (iOS, Android oder Windows) die weitere Umsetzung.

Anbieter mit Branchenfokus

Nachdem die grundlegenden Entscheidungen getroffen wurden, geht es um die Wahl des MDM-Anbieters. Hier tummeln sich zahlreiche Hersteller auf dem Markt, wobei die Unterschiede im Angebot oft marginal sind. Es sollte ein Anbieter mit Branchenfokus gewählt werden, der mit den spezifischen Anforderungen vertraut ist und die für das Unternehmen wichtigen Features bereitstellt.

Technische Lösung

Die Funktionen einer MDM-Lösung umfassen die Durchsetzung von Policies zur Absicherung des Endgeräts inklusive Daten und Apps, Richtlinien zur Trennung beruflicher und privater Nutzung, zur Regulierung des Zugriffs auf interne und externe Daten, Passwortbestimmungen und die externe Steuerung der Geräte für den Notfall. Eine ausführliche Beratung und ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Lösungen sind unerlässlich. Das MDSM-Angebot von FI-TS verfügt zum Beispiel über eine revisionssichere Mandantentrennung – vor allem relevant für Unternehmen im Finance-Umfeld.

Betriebsrat und Co

Neben der technischen Umsetzung sollten organisatorische und rechtliche Gesichtspunkte unbedingt parallel bearbeitet werden. Rechtlich gesehen, handelt es sich um Vertragsanpassungen oder Nutzungsvereinbarungen, die Pflichten und Rechte von Arbeitnehmer und -geber, geldwerte Vorteile sowie das Fernmeldegeheimnis abdecken. Auf organisatorischer Seite empfiehlt es sich, Betriebsrat, interne Kommunikations- und Personalabteilung frühzeitig in die Planungen einzubeziehen, um Datenschutz, Mitarbeiterschutz, Personalschulungen, User-Support und begleitende Kommunikationsmaßnahmen abzustimmen.

Rollout und Test

Ein Pilotprojekt mit einer begrenzten Anzahl von Test-Usern kann bereits im Vorfeld des Rollouts gröbere Fehler aufdecken und die Benutzerfreundlichkeit der Lösung überprüfen. Den Rollout selbst sollte ein umfassendes Monitoring des technischen Betriebs sowie der Admin-Prozesse begleiten. In dieser Phase lassen sich Nachbesserungen vornehmen, das User-Verhalten überwachen und gegebenenfalls durch Kommunikationsmaßnahmen unterstützen.

Support und Beratung

Bei der Einführung von MDM geht es nicht vorrangig um die reine Technik, sondern um die Mitarbeiter. Diese sollten Sie frühzeitig über die neue Mobility-Strategie des Unternehmens aufklären und während sowie nach dem eigentlichen Rollout umfassend schulen und beraten. Manche Mitarbeiter müssen sich unter Umständen erst an die neuen Geräte und Handhabungen gewöhnen. Für ein erfolgreiches MDM ist es wichtig, dass die Mitarbeiter über die technische Bedienung ebenso aufgeklärt werden wie über ihre Rechte und Möglichkeiten.

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