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Typologie der Schreibtischtäter
Der britische Psychologe Cary Cooper hat grob fünf Schreibtischtypen ausgemacht – erkennen Sie sich wieder?

Der Familienmensch: Fotos von Familienmitgliedern stehen auf seinem aufgeräumten Schreibtisch. Er ist organisiert und wird von Kollegen geschätzt. Geregelte Arbeitszeiten sind ihm wichtig und er macht gerne pünktlich Feierabend. Sein Arbeitseifer könnte besser sein.

Der Ordnungsfreak: Fast schon pedantisch aufgeräumt ist sein Schreibtisch. Alles hat seinen Platz. Er ist pünktlich und zuverlässig, arbeitet strukturiert und effizient. Die Kehrseite: Er ist unflexibel und hat Probleme mit Multitasking.

Der Designverliebte: Auf seinem aufgeräumten, ordentlichen Schreibtisch stehen schöne Accessoires, alles ist aufeinander abgestimmt. Er ist extrovertiert und kommunikativ, kann gut organisieren und strategisch denken – wichtige Eigenschaften für Führungskräfte.

Der Chaot: Auf seinem Schreibtisch herrscht Unordnung, Papierstapel türmen sich, freie Arbeitsflächen sucht man vergeblich. Der Chaot gilt als schwierig in der Zusammenarbeit und ist ständig unter Druck.

Der Clown: Witziges und Buntes steht auf seinem Schreibtisch. Er plaudert gerne und will unterhalten werden. Die Effizienz kommt dabei aber leider oft zu kurz. Er nimmt die Arbeit nicht so ernst – und wird von den Kollegen meist auch nicht so ernst genommen.

© F1 Online

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Tipps für einen aufgeräumten Schreibtisch
Der Arbeitsorganisationsexperte Jürgen Kurz von der Beratungsfirma Tempus gibt Tipps, wie sich das Chaos auf den Schreibtischen nachhaltig bannen lässt:

1. Eingangs- und Ablagekorb aufstellen
Der Inhalt des Eingangskorbs sollte zu einem bestimmten Zeitpunkt verarbeitet werden. Was direkt erledigt werden kann, erledigen – alles andere terminieren. Der Korb sollte abends leer sein. Ebenso der eigene Ablagekorb.

2. Wiedervorlage organisieren
Darin wird alles gesammelt, was nicht sofort erledigt werden muss oder kann. Sinnvoll sind Pultordner mit durchnummerierten Tagen, darin können Unterlagen zu laufenden Projekten termingerecht abgelegt werden. Am besten auf dem Sideboard oder im Regal.

3. Gemeinsame Ablage einrichten
Einen Ort für die gemeinsame Ablage festlegen, auf die alle Kollegen, die gemeinsam an denselben Unterlagen arbeiten, zugreifen können.

4. Referenzmaterial bündeln.
Hilfreich sind Schnellhefter. In die einzelnen Hüllen lassen sich wichtige Infos wie Telefonlisten, Kostenstellen oder Checklisten einsortieren. Idealer Platz ist auf dem Sideboard oder Rollcontainer, so ist der Schnellhefter auch für die Vertretung immer greifbar.

5. Büroutensilien ordnen
Stifte, Locher, Brieföffner – alles hat seinen festen Platz, entweder geordnet auf dem Schreibtisch oder in der Schublade.

6. Lesestapel woanders lagern
Zeitschriften, Broschüren oder einzelne Artikel nicht auf dem Schreibtisch lagern – besser einen festen Platz im Regal dafür bestimmen! Wenn der Lesestapel über 20 Zentimeter hoch gewachsen ist: die unteren Leseexemplare wegwerfen. Alles wird man ohnehin nicht lesen.