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Creditreform

Hat ein Arbeitnehmer schriftlich zugestimmt, dass Bilder oder Filmaufnahmen von ihm in einem Imagefilm seines Unternehmens veröffentlicht werden dürfen, so gilt diese Zustimmung auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (BAG, Az.: 8 AZR 1011/13).

Der Fall: Ein Arbeitnehmer wirkte während seines Arbeitsverhältnisses in einem Werbefilm des Unternehmens mit und hatte den Aufnahmen zuvor, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, schriftlich zugestimmt. Nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen, teilte er aber über seinen Anwalt mit, dass der Film nicht mehr öffentlich zugänglich sein solle, und forderte Schmerzensgeld.

Die Begründung: Wie auch zuvor das Landesarbeitsgericht wies das BAG das Anliegen des ehemaligen Arbeitnehmers ab. Schließlich habe er seine Einwilligung schriftlich erklärt. Das BAG lässt aber einen Widerruf der Einwilligungserklärung grundsätzlich zu. Allerdings muss hierfür ein plausibler Grund angegeben werden. Der bloße Wille, nicht mehr in dem Werbefilm des Ex-Arbeitgebers zu erscheinen, reicht hier nicht.