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Creditreform

Der dringende Verdacht einer schwerwiegenden Pflichtverletzung eines Auszubildenden kann ein wichtiger Grund für eine Kündigung sein. (Bundesarbeitsgericht, Az.: 6 AZR 845/13).

Der Fall: Ein Bank-Auszubildender zählte das im Tresor gelagerte Geld. Anschließend fehlten 500 Euro im Kassenbestand. Der Azubi konnte im folgenden Personalgespräch den Fehlbetrag genau beziffern, obwohl niemand diesen genannt hatte. Die Bank kündigte ihm daraufhin wegen des Verdachts auf Diebstahl. Der Auszubildende ging dagegen vor, da das Personalgespräch nicht formgemäß abgelaufen sei. Vor dem Gespräch sei ihm nicht mitgeteilt worden, dass es um eine Kassendifferenz gehe und dass er eine Vertrauensperson hätte hinzuziehen können. Zudem seien Pflichten aus dem Datenschutz verletzt.

Die Begründung: Die Verdachtskündigung ist hier zulässig. Auch hat die Bank keine Formvorschriften verletzt.