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Creditreform

Wenn’s gut läuft, ist die Bereitschaft zur Veränderung in der Regel gering. Doch wer neue Kontinente erschließen will, kommt ums Fliegen meist nicht umhin. Mit anderen Worten: Wer höhere Ziele erreichen will, muss sich bewegen, also ins Flugzeug steigen. Wer das scheut, bleibt am Boden zurück. Wer hingegen im Flugzeug sitzt, kennt nur eine Richtung: vorwärts. Mit den folgenden 3 Tipps geht Ihre Besatzung bereitwillig an Bord, wenn Sie als Chef zum Abflug mahnen.

Veränderungen in Unternehmen scheitern oftmals nicht an rationalen, sondern an politischen Gegenkräften. Das Diktat neuer Vorgehensweisen von oben wird durch Sabotage von unten ausgehöhlt. Jene, die vom Veränderungsprozess am meisten negativ betroffen sind, werden auf Rache sinnen und Entscheidungen hintertreiben.

Change Management: Mit dieser flexiblen Firmen- und Führungskultur passen sich Mittelständler jeder Veränderung an: creditreform-magazin.de/change

Die Kunst der Diplomatie kann Führungskräften beim Changemanagement helfen. Denn dort, wo das Prinzip Befehl und Gehorsam nicht greift – das gilt insbesondere für laterale Führungsebenen –, sorgen Überzeugungskraft und Verhandlungsgeschick fürs Einlösen der Bordkarte. Diplomatische Verhaltensweisen führen zu nachhaltiger Reisefreude im Team. Es geht darum, Anliegen so durchzusetzen, dass der andere ebenfalls profitiert und bei Zugeständnissen das Gesicht wahren kann – trotz Flugangst.

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Diplomatie ist die Kunst des sanften Steuerns. Sie basiert auf dem erfolgreichen Umgang mit Menschen – und einer Flugroute, die begeistert statt beängstigt.

Die folgenden 3 Methoden sorgen auch im Business für Verhandlungserfolge:

 Machen Sie es wie Steve Jobs: Treffen Sie ins Herz!

Wer andere für sich und eine Sache gewinnen will, sollte ihr Herz gewinnen. Denn Freude an dem, was man tut, ist die stärkste Motivation – auch für die Bereitschaft zur Veränderung. Dieser Götterfunken kann nur im Inneren des anderen erzeugt werden, nicht von außen diktiert. Apple-Gründer Steve Jobs wusste: „Ihr müsst herausfinden, was ihr liebt. Und das ist für eure Arbeit genauso wahr wie für eure Geliebten. Eure Arbeit macht einen großen Teil eures Lebens aus, und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist das zu tun, was ihr für großartige Arbeit haltet. Der einzige Weg, großartige Arbeit abzuliefern, ist, das zu lieben, was man tut…“

Wer Freude weckt und Sinn vermittelt, holt jeden an Bord. Begeisterung für die Sache ist die Basis für Veränderung. Das weiß jeder Diplomat aus seinem Verhandlungsalltag. Antoine de Saint-Exupéry schrieb dazu: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Machen Sie es wie Bill Clinton: Seien Sie menschlich!

Nehmen Sie bei Mitarbeitergesprächen oder Verhandlungen den ganzen Menschen wahr, nicht nur seine Funktion. Unabhängig von Herkunft und Hierarchie geht es auch um eine Persönlichkeit, die es zu gewinnen gilt. Persönliches Einvernehmen trägt dazu bei, dass Sie auf der Sachebene schneller zum gewünschten Ergebnis kommen. Gute Begegnungen sind wertvolle Bausteine für vertrauensvolle Beziehungen. Wir Menschen sehnen uns nach Beachtung und sozialer Anerkennung. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner das Gefühl, ihn wahrzunehmen.

Als ich Bill Clinton 1997 bei einer Inauguration Party die Hand schütteln durfte, sah er mir strahlend in die Augen und gab mir das Gefühl, dass nur ich in diesem Augenblick für ihn wichtig war – ohne dass er mich kannte. In Unternehmen gibt es jene Chefs, die morgens mit Tunnelblick in ihr Büro hasten und jene, die beim Betreten der Firma Hände schütteln und Worte wechseln. Letztere, die einen Mitarbeiter für einen kurzen Moment als Menschen sehen und ihm Aufmerksamkeit schenken, sorgen für Verbundenheit und eine positive Grundstimmung. Das erleichtert das Durchsetzen von Entscheidungen.

Machen Sie es wie Angela Merkel: Schaffen Sie Verständigung, ohne Diskrepanzen zu leugnen!

Empathie ist einer der wichtigsten Schlüssel zur Konfliktlösung. Die Indianer nennen es „einen Tag in den Mokassins des Feindes gehen“. Maximale Konfrontation und ein Spiel auf Sieg oder Niederlage bringt wenig ein. Suchen Sie nach der bestmöglichen Konfliktlösung für alle Betroffenen, ohne dabei Ihre Interessen aus dem Blick zu verlieren. Dabei gilt es, realistisch zu bleiben: Übereinstimmung ist die Ausnahme, Differenzen sind üblich. Hier liegt das Herzstück diplomatischer Kunst: Verständigung zu schaffen, ohne die Unterschiede zu leugnen.

Als Angela Merkel während der Ukraine-Krise Wladimir Putin mit dem Freihandelsabkommen zwischen EU und Ukraine einen gemeinsamen Handelsraum in Aussicht stellte, ermöglichte sie ihm einen Ausweg aus den Sanktionen. Zwar war an dieses Angebot nicht die Klärung der Krim-Frage geknüpft, aber zumindest der Abzug von Waffen und Kämpfern aus der Ost-Ukraine und die Wahrung der territorialen Integrität. Ein Zugeständnis ebenso wie ein Gewinn, für beide Seiten, ohne dass die Differenzen geleugnet wurden.