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Creditreform

 „Höhere Energiepreise gefährden die Profitabilität im Mittelstand“, warnte KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner in unserem Oktober-Heft (nachzulesen unter creditreform-magazin.de/energie2014). Nun reicht seine Research-Abteilung die Details nach:

Auf Basis ihres repräsentativ erhobenen KfW-Mittelstandspanels beziffert sie die Energiekosten für Deutschlands 3,6 Millionen mittelständischen Unternehmen bereits heute auf 250 bis 290 Milliarden Euro. Und wie die Grafik zeigt, könnten zwar Betriebe mit relativ geringen Energiekosten selbst eine Energiekostenerhöhung um weitere 50 Prozent ohne wesentliche Einbußen bei der Umsatzrendite noch verkraften – anders sieht es aber bei den Firmen mit hohem Energiekostenanteil aus: Diese könnten „einen solchen Energiekostenschock dauerhaft nicht überstehen“, mahnen die KfW-Volkswirte. Bei einer Verdopplung der derzeitigen Energiekosten würde ein Drittel der mittelständischen Unternehmen nicht mal mehr die Gewinnzone erreichen – sofern die Zusatzkosten nicht weitergegeben werden könnten. Der wirksamste Schutz gegen Preisaufschläge bleibe daher „unverkennbar“ die Senkung des Energieverbrauchs.

(c) KfW-Mittelstandspanel/ mjaud/ fotolia.com, Creditreform-Magazin 11/2014

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