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Creditreform

Auch wenn ein Arbeitnehmer einen Dienstwagen für private Fahrten nutzt, obwohl dies vertraglich nicht gestattet ist, kann ihm daraufhin nicht gekündigt werden, entschied das Landesarbeitsgericht Mainz (Az.: 2 Sa 152/14).

 

Der Fall

Einem Mitarbeiter war es gestattet, im Rahmen seiner Tätigkeit für dienstliche Angelegenheiten einen Firmenwagen zu nutzen. Die Fahrten und den jeweiligen Zweck musste er in einem Fahrtenbuch dokumentieren. Bei Durchsicht von dessen Aufzeichnungen fiel dem Arbeitgeber dann aber auf, dass auch private Touren aufgelistet wurden. Die daraufhin ausgesprochene fristlose Kündigung hatte vor Gericht jedoch keinen Bestand.

Die Begründung

Nach Ansicht des Gerichts hätte das Unternehmen ein milderes Mittel, nämlich die Abmahnung, wählen müssen, um das Fehlverhalten des Mitarbeiters angemessen zu sanktionieren. Damit hätte man ihm auch die Chance gegeben, sich künftig an die Regeln zu halten.