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Wenn heute von Abgasnachbehandlung bei Dieselmotoren die Rede ist, ist damit eine Verringerung der Stickoxid- und Partikelemissionen gemeint. Die ersteren werden inzwischen fast ausschließlich über die sogenannte selektive katalytische Reduktion eliminiert, die letzteren durch eine Nachverbrennung in einem keramischen Filter, dem sogenannten regenerativen Partikelfilter.

Bei der selektiven katalytischen Reduktion werden die Stickoxide über eine chemische Reaktion in Wasser und Stickstoff umgewandelt. Für diese ist Ammoniak vonnöten, das aus einer wässrigen Harnstofflösung gewonnen wird. Diese wird in den Abgasstrang vor dem SCR-Katalysator eingespritzt. Eine Hydrolysereaktion setzt dort Ammoniak frei, das im SCR-Katalysator mit den Stickoxiden im Abgas reagiert und diese dabei in Stickstoff und Wasser verwandelt. Die Rußpartikel hingegen werden im Partikelfilter zurückgehalten und dort verbrannt, sobald er einen gewissen Verschmutzungsgrad aufweist. Dabei wird er auf über 600 Grad aufgeheizt.