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Creditreform

Wer exportiert, erzielt höhere Gewinne. Zwei Drittel der deutschen Exportunternehmen konnten im letzten Jahr nach eigenen Angaben ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr 2011 steigern. Bei den Unternehmen, die nur auf dem deutschen Markt vertreten sind, konnten gerade einmal 46 Prozent der Unternehmen mehr einnehmen.

Das ist das Ergebnis einer aktuelle Export-Studie von Regus, dem Anbieter für flexible Arbeitsplatzlösungen. Die beliebtesten Auslandsmärkte bei deutschen Unternehmen sind dabei Europa (62 Prozent), China (56 Prozent) und Indien (34 Prozent). Der Zusammenhang zwischen Auslandsaktivität und Erfolg wird auch weltweit bestätigt: 59 Prozent der international agierenden Unternehmen verzeichnen Gewinnzuwächse, dagegen nur 47 Prozent der Unternehmen mit nationalem Fokus.

Bürokratische Hürden schrecken ab

Trotzdem schrecken viele Unternehmen vor diesem Schritt ab, da mit der Auslandsexpansion Hindernisse verbunden sind. Komplizierte Steuerregelungen, Immobilienkosten, Bürokratie oder politische Unbeständigkeiten sind nur einige der berechtigten Bedenken, die viele Unternehmen davon abhalten, diesen großen, aber vielversprechenden Schritt zu wagen. Für acht von zehn deutschen Unternehmen (78 Prozent) stellen die Formalitäten und die Immobilienkosten die größten Herausforderungen bei einer Expansion ins Ausland dar.

Örtliche Steuervorschriften und sonstige Auflagen liegen dabei auf Platz zwei (49 Prozent). Risikomanagement in Hinblick auf politische Risiken und potenzielle Naturkatastrophen stellen für mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) eine Herausforderung dar. Ein weiterer kritischer Punkt ist in vielen Unternehmen der Bekanntheitsgrad der Marke im Ausland sowie die Einstellung einer geeigneten Belegschaft.

Vorteile im Auge behalten

Der Lösungsansatz zur Bewältigung der Hindernisse: „Die deutsche Wirtschaft wurde zwar im letzten Jahr durch den Rückgang der Aufträge in der Eurozone geschwächt, dennoch verdeutlichen die Ergebnisse unserer Umfrage die Vorteile einer Expansion ins Ausland“, so Michael Barth, Deutschlandgeschäftsführer von Regus. „Unternehmen sollten dabei beachten, dass einige große Herausforderungen auf sie zukommen, die es jedoch lohnt zu meistern. Sobald der anfängliche Enthusiasmus verflogen ist, wird in vielen Unternehmen schnell klar, dass man knietief in Formalitäten und Bürokratie steckt. Gut, wenn man Ansprechpartner vor Ort mit lokalem Know-How hat. Business Center im entsprechenden Land können eine solche erste Anlaufstation sein.“ (al)

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