Das Cover der Januar-Ausgabe des Creditreform-Magazins.Das Cover der Januar-Ausgabe des Creditreform-Magazins.

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    Deflation? Abgesagt …

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    titelte das Creditreform-Magazin in seiner Januar-Ausgabe.  Und hat Recht behalten: Laut der US-Bank Morgan Stanley ist die Talsohle bei der Preisentwicklung durchschritten. Schon in einem Jahr dürfte die weltweite Inflation ihren Berechnungen zufolge bereits wieder deutlich oberhalb der 3-Prozent-Marke liegen.

    In der Eurozone sind die Preise im Mai erstmals seit einem halben Jahr wieder gestiegen. In der zweiten Jahreshälfte dürften sie weiter anziehen. “Juchhu – die Preise steigen”, läuft passend dazu heute über die Ticker.

    Warum Deflation so gefährlich wäre, lesen Sie << hier >>

    Notenbanker rund um den Globus dürfte das in eine Zwickmühle bringen. Sie müssen dann ihren Fokus verlagern – weg vom Gelddrucken – und sich wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe zuwenden: der Geldwertstabilität. Bleibt zu hoffen, dass sich die Inflation noch an ihrer Zielmarke von 2 Prozent einfangen lässt und uns nicht davongaloppiert.

    Denn Pessimisten warnen seit Jahren, dass die ultralockere Geldpolitik der vergangenen Dekade immense Inflationsrisiken birgt, sobald das neu erschaffene Geld in die Realwirtschaft fließt. Dort könnte es eine Preisteuerungsspirale in Gang setzen, die nur schwer oder womöglich gar nicht mehr zu bremsen wäre.

    Falls das überhaupt gewünscht ist: Skeptiker warnen seit langem davor, dass hochverschuldeten Staaten natürlich daran gelegen sei, die Inflation laufenzulassen und derweil die Zinsen niedrig zu halten. Beides zusammengenommen dürfte ihren Schuldendruck spürbar verringern – zugleich aber das Vermögen ihrer Bürger schmälern.

     


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