Transporter wie der Fiat Ducato lassen sich mit Branchenlösungen wie hier von Sortimo nach- und aufrüsten – etwa zum Werkstattwagen. © ‪SortimoTransporter wie der Fiat Ducato lassen sich mit Branchenlösungen wie hier von Sortimo nach- und aufrüsten – etwa zum Werkstattwagen. © ‪Sortimo

erfolgreich, Fuhrpark

Intelligente Innenausstattung für Transporter

Ob Handwerker, Servicetechniker oder Auslieferfahrer: Wer einen Transporter nutzt, freut sich über clevere Inneneinrichtungen oder Ordnungs- und Ladungssicherungssysteme, die seine tägliche Arbeit erleichtern und seinem Chef Zeit und Geld sparen.

Das Chaos in seinem Auto sei schon deutlich weniger geworden, freut sich Detlef Tabellion. Mit „seinem Auto“ meint der Leiter Technischer Service bei Blickle und Scherer Kommunikationstechnik (BSK) den 5,5 Tonnen schweren Sprinter- Kastenwagen, der vor ihm im Hof der Saarbrücker Niederlassung von BSK steht – und dessen Innenraum vom Anbieter Sortimo branchen- und anforderungsgerecht nachgerüstet wurde. Etwa mit Werkzeug- und Kleinteilekoffern, die nun die Regale des 5,5-Tonners bestücken und während der Fahrt auf den Fachböden einrasten, um dann vor Ort wie Schubladen zu funktionieren und leichten Zugang zu ihrem Innenleben zu gewähren. Genauso leicht können Detlef Tabellion und seine Monteure sie aber auch aus den Regalen ziehen und sie mit auf die Baustelle nehmen. „Früher haben wir bestimmt ein Fünftel unserer Arbeitszeit damit verbracht, im Fahrzeug etwas zu suchen, denn das Material lagerte in nicht frei zugänglichen Kisten“, erinnert sich Tabellion an die Zeit vor der Umrüstung.

Mit zehn Mitarbeitern in der Saarbrücker Niederlassung installiert und wartet er die Kommunikationsinfrastruktur für Behörden und Organisationen wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste oder Technisches Hilfwerk. BSK richtet Einsatzzentralen und Abfrageplätze ein, stattet Einsatzfahrzeuge mit Kommunikationstechnik aus und sorgt so für eine digitale Alarmierung der Basisstationen. Dazu werden Montagefahrzeuge wie der neue Sprinter 516 CDI mit Kabeltrommeln, Antennen, Gehäusen, Montagematerial und Kommunikationsgeräten beladen. Da die Monteure teilweise auf mehr als 200 Meter hohe Masten klettern, um die Parallelkommunikationsnetze der Behörden zu installieren, führen sie auch persönliche Schutzausrüstung mit – bestehend aus Seilen, Winden und Gurten. „Deshalb war für uns auch ein Fahrzeug mit einem hohen zulässigen Gesamtgewicht und einer Nutzlast von 2,95 Tonnen vonnöten“, erklärt Tabellion. Dessen Techniker benötigen zur Führung des Sprinters dadurch allerdings einen Lkw-Führerschein.

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Zusätzlich wurde sein BSK-Sprinter mit einem Wechselrichter für 220-Volt-Spannung und einer zweiten Batterie ausgestattet, was es dem Techniker erlaubt, Maschinen zu betreiben, ohne den Motor des Transporters laufen zu lassen. Da es die Dachhöhe des neuen Fahrzeugs verbietet, Material ohne Leiter auf den Dachträger zu verladen, wurde auch ein spezieller Leiterlift installiert. Dadurch steht immer eine Leiter zur Verfügung, ohne dass diese den Laderaum des Sprinters blockieren würde. Dank einer Gasdruckfederung kann sie ohne größere Kraftanstrengung auf den Dachträger verladen werden. Sie erlaubt jedoch nicht nur den Zugang zum Dachträger, sondern lässt sich auch mobil für Einsätze auf der Baustelle nutzen. Neben Lagereinrichtungen wie im Fall BSK bieten Fahrzeugausstatter auch eine breite Palette an Werkstatteinrichtungen und Ladungssicherungssystemen an. Für alle Einrichtungsvarianten gibt es inzwischen reichhaltiges Zubehör. Die Palette umfasst je nach Anbieter Verzurrsysteme, klapp- oder ausziehbare Werkbänke mit Drehteller und Schraubstock sowie Schubladen, Schlauchhalter, Kabelhaken, Langgutwannen und Kunststoffboxen, die sich miteinander verklicken und so im Verbund transportieren lassen.

Mehr Motivation und Produktivität

Doch nicht nur das Innere des Fahrzeugs lässt sich an unterschiedliche Transportaufgaben anpassen. Auch für Fahrzeugdach und -seiten gibt es zahlreiche Zubehörteile. Angefangen vom Dachträger, der sich mit Seitenwangen zur Stabilisierung des Trägers und zur Aufnahme von Querprofilen ausrüsten lässt, über Laderohre, mit denen sich langes Ladegut trocken und sicher verstauen lässt, bis zu Laderolle und Leiternlift, mit denen sich sperriges Ladegut beziehungsweise Leitern bequem auf dem Dach verladen lässt. Statt Dachträger bieten einige Fahrzeugausstatter auch Arbeitsbühnen an. Wer seinen Mitarbeitern auf ihre Bedürfnisse angepasste Fahrzeuge zur Verfügung stellt, erhöht nicht nur deren Produktivität, sondern auch ihre Freude bei der Arbeit. Detlef Tabellion kann dies nur bestätigen: „Meine Techniker sind sehr zufrieden mit dem Sprinter.“

Zahlreiche Nutzfahrzeughersteller bieten in Zusammenarbeit mit Fahrzeugausstattern Komplettlösungen an, die jedoch in der Regel nur Grundbedürfnisse abdecken. So kann man für die Renault-Modelle Trafic L2H1, Master L2H2 und Master L3H2 in den Renault-Vertretungen Ladungssicherungspakete von Sortimo ordern. Diese Pakete beinhalten den „SoboGrip ProSafe“-Boden mit integrierten Einzelverzurrpunkten, eine „SowaFlex“-Kunststoffwandverkleidung und „ProSafe“-Verzurrschienen an den Laderaumseiten und der Trennwand. Ebenfalls zum Paket gehört Ladungssicherungszubehör wie Zurrgurte, Spannstangen und die Ladungssicherungs-„i-BOXX“ für Transporter sowie den praktischen „Car-goStopp“, der die Ladung in den Bodenzurrpunkten arretiert.

Für den Kunden bedeutet dies, dass er Fahrzeug und Inneneinrichtung quasi aus einer Hand erhält und dies zudem relativ kostengünstig. Diese Pakete eignen sich auch zur Selbstmontage – was den Vorteil hat, dass der Kunde selbst bestimmen kann, wann und wo er den Einbau durchführt. Die Montage sei problemlos durchzuführen, versichern die Anbieter.

Die Transporter von Blickle und Scherer Kommunikationstechnik wurden passgenau nachgerüstet: mit Regalen, Werkzeugkoffern, Extra-Batterie und Leiter. © privat

Die Transporter von Blickle und Scherer Kommunikationstechnik wurden passgenau nachgerüstet: mit Regalen, Werkzeugkoffern, Extra-Batterie und Leiter. © privat

Fertigmodul oder Sonderanfertigung?

Die Anbieter für Fahrzeugeinrichtungen sind Legion, die Auswahl fällt schwer. Denn: Stellt der Einsatzbereich spezifische Anforderungen an die Ausstattung, wird der Unternehmer nicht unbedingt mit allen Offerten glücklich.

Für Standardausstattungen bieten viele Ausrüster jedoch schon auf die unterschiedlichen Fahrzeugtypen zugeschnittene Pakete an. Diese sind in der Regel kostengünstiger als Sonderanfertigungen – wobei man jedoch immer mit einigen Tausend Euro rechnen muss. Für die Ausstattung seines Sprinters musste unser Praxisbeispiel BSK rund 15.000 Euro investieren. Je nachdem, wie die Mitarbeiter mit dem Material umgehen, kann die Inneneinrichtung bei einem Fahrzeugwechsel weiterverwandt werden.

Worauf man jedoch auf jeden Fall achten sollte, ist die Unfalltauglichkeit der Inneneinrichtung: Einige Anbieter führen aufwendige Crashtests mit renommierten Prüfinstituten wie TÜV oder Dekra durch – nicht dass bei einem Auffahrunfall zwei Tonnen Material in Richtung Fahrersitz fliegen. Einige Anbieter schicken ihre Kundenberater auch mit CAD-Programmen zu ihren Kunden für eine detaillierte Planung. Nach Fertigstellen der Konfigurierung gibt es so einen virtuellen Rundgang durch das Fahrzeug.


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Seitenblick

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