erfolgreich, Mittelstandsbotschafter, Strategie

Wandlungsfähigkeit: Eine lernende Organisation basiert auf Vertrauen

Anfang Juli richtete die Staufen AG in Darmstadt mit dem „BestPractice Day 2017“ erneut Europas führenden Lean-Management-Kongress aus. Einhelliges Fazit der 350 Kongressteilnehmer: Die größte Herausforderung ist und bleibt, das eigene Unternehmen permanent wandlungsfähig zu halten, um die künftigen Entwicklungen meistern zu können.

Eine wandlungsfähige und lernende Organisation muss vor diesem Hintergrund dazu bereit sein, vermeintlich sicheres Terrain zu verlassen und dabei auch Fehler zu machen. Der Umgang mit den aktuellen Umbrüchen (Digitalisierung, Individualisierung, Globalisierung, …) wird also alles andere als ein gemütlicher Spaziergang. Um dennoch weiterhin selbstbewusst und selbstbestimmt in die Zukunft gehen zu können, brauchen Unternehmen daher folgendes:

  • Erstens: Eine auf Vertrauen basierende Führungskultur
  • Zweitens: Die richtigen Filter, um Chancen und Risiken erkennen und abschätzen zu können

Auch Prof. Daniel T. Jones appellierte an die Kongressteilnehmer, die eigenen Interpretationsmuster zu hinterfragen: „Traditionelles Denken liefert nur traditionelle Ergebnisse“, so der Bestseller-Autor und Gründer der Lean Enterprise Academy. „Um die wirklich wichtigen Probleme und die dafür verantwortlichen Gründe in einem Unternehmen zu identifizieren, müssen daher gerade Führungskräfte ihre Einstellungen und Sichtweisen verändern.“

BPD Kongress 2017 (12)

“Traditionelles Denken liefert nur traditionelle Ergebnisse”, Daniel T. Jones

Dass bis dahin noch eine gewisse Wegstrecke zurückgelegt werden muss, zeigte auch der im Rahmen der Studie „Erfolg im Wandel“ ermittelte und in Darmstadt erstmals vorgestellte „Change Readiness Index“ der Staufen AG. So dominiert in mehr als jedem zweiten deutschen Unternehmen noch immer das traditionelle Bild von einer Führungskraft. Eine Umfrage vor Ort unter den Kongressteilnehmern kam zu demselben Ergebnis.

Natürlich ist eine Verhaltensänderung bei den Führungskräften niemals reiner Selbstzweck. Der Einfluss auf das Geschäft und vor allem die Auswirkungen auf den Kunden müssen bei allen Entscheidungen und Maßnahmen immer mitgedacht werden. Aber wie sagte schon der Philosoph Karl Popper: „Organisationen, die sich nicht verändern, werden auf jeden Fall sterben.“

Weiterführende Informationen:


Wir freuen uns über Diskussionen und Ihre Kommentare.
Wie in jeder Gemeinschaft ist es notwendig, dass sich alle Teilnehmer an die Netiquette halten. Durch Ihre Kommentare sollen interessante, gewinnbringende Debatten entstehen, an denen sich andere Nutzer gerne beteiligen. Beleidigungen und Schmähreden sind deshalb ebenso tabu wie Diskriminierungen und die unerlaubte Veröffentlichung persönlicher Daten. Bitte verstecken Sie sich auch nicht hinter Pseudonymen, sondern benutzen Sie Klarnamen.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

CAPTCHA-Bild

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Lesen Sie weiter


erfolgreich, Mittelstandsbotschafter, Strategie

Automobilindustrie: Hätte, hätte, Zuliefererkette?

Nach den jüngsten Produktionsausfällen bei BMW ließen die typischen Kommentare nicht lange auf sich warten. Tenor: Das kommt halt davon, wenn man auf Just-in-time-Fertigung setzt und seine Zulieferer immer mehr gängelt. Also alles „hätte, hätte, Zuliefererkette“?...