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Chemiekonzern trennt sich von weiterem Covestro-Anteil

Bayer arbeitet weiter an dem Ausstieg aus seiner Tochterfirma Covestro und hat seine Anteile von zuvor 40,9 Prozent auf 31,5 Prozent reduziert. Das Unternehmen trennte sich von Aktien in Höhe von 1,2 Milliarden Euro.

Der Kunststoff-Hersteller Covestro kann sich mit dem fortschreitenden Ausstieg der Konzernmutter Bayer zusehends Hoffnung auf einen Aufstieg in den Dax machen. Bayer hat seinen Anteil an Covestro auf 31,5 Prozent von zuvor 40,9 Prozent weiter reduziert, wie die Leverkusener am Mittwoch mitteilten.

Das Unternehmen trennte sich von 19 Millionen Aktien zu einem Preis von 63,25 Euro je Anteilsschein und nahm damit rund 1,2 Milliarden Euro ein. Die Papiere gingen ausschließlich an institutionelle Investoren. Bayer kann das Geld gut gebrauchen, denn der Konzern muss die rund 66 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto finanzieren.

Dank des gestiegenen Streubesitz-Anteils kann Covestro nach Ansicht eines Händlers auf einen Platz im Leitindex Dax hoffen. Das treibe die Aktie. Covestro-Anteile stiegen um mehr als drei Prozent auf 67,80 Euro und waren größter Gewinner MDax. Gemessen am Börsenwert des Streubesitzes – ein wichtiges Kriterium für den Aufstieg in die erste deutsche Börsenliga – gehört Covestro nun zur Spitzengruppe im Nebenwerteindex.

Bayer hatte seine Kunststofftochter 2015 an die Börse gebracht und Anfang März den angekündigten Ausstieg gestartet. Mittelfristig will sich der Konzern ganz von Covestro trennen. Über ihren Pensionsfonds halten die Leverkusener noch weitere 8,9 Prozent. In der eigenen Bilanz kann Bayer die Umsätze und Gewinne von Covestro so lange verbuchen, wie der Konzern auf eine Hauptversammlungs-Mehrheit kommt. 1p1p


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