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Seitenblick

Alt werden – aber nicht alt aussehen

Jede Woche verlängert sich unser Leben um ein Wochenende. Diese gute Nachricht stammt vom niederländischen Altersforscher Rudi Westendorp, der einfach umgerechnet hat, was die Statistik seit langem zeigt: dass die durchschnittliche Lebenserwartung in den westlichen Industrienationen bei Geburt pro Jahrzehnt um zwei bis drei Jahre steigt. Ein heute 25-Jähriger wird also mit großer Wahrscheinlichkeit 87 Jahre oder älter. Wer bereits Mitte 40 ist, könnte noch seinen 85. Geburtstag feiern. Sogar wer 2018 mit 65 in den Ruhestand geht, könnte diesen noch 20 Jahre genießen.

Und damit kommt die schlechte (wenn auch nicht neue) Nachricht: Die gesetzliche Rente wird dafür kaum ausreichen. Erhalten staatlich Versicherte heute beim Renteneintritt 48 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, müssen sich Rentner ab 2030 voraussichtlich mit fünf Prozentpunkten weniger begnügen. Die meisten Selbstständigen sorgen deshalb anders vor. Wer kann, verzichtet auf die gesetzliche Rente. So zahlten bei der letzten umfassenden Erhebung im Jahr 2013 gut 57 Prozent der Selbstständigen nicht in die staatliche Kasse ein. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschafts­forschung (DIW) setzen nicht gesetzlich Versicherte stattdessen auf Kapitallebensversicherungen oder private Rentenversicherungen. Knapp zwei Drittel verfügen über Immobilien, Sparguthaben oder Anlagevermögen von mindestens 100.000 Euro, gut 41 Prozent sogar von mindestens 250.000 Euro. Alles bestens also?

Ja und nein. Denn selbst wer zusätzlich zum Betriebsvermögen derartige Werte besitzt, unterschätzt oft die eigene, hohe Lebenserwartung. In der Titelgeschichte beschreibt unser Autor Heinz-Josef Simons deshalb anschaulich, wie Unternehmer in jeder Lebensphase clever vorsorgen.

Christian Raschke
Chefredakteur


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