erfolgreich, Fuhrpark

Schöne neue Auto-Welt

Von der Internationalen Automobil- Ausstellung (IAA) vom 17. bis zum 27. September 2015 erhoffen sich die Hersteller Absatzimpulse, Dienstwagenfahrer freuen sich auf neue Modelle – und Fuhrparkmanager halten Ausschau nach Innovationen mit Sparpotenzial. Erstmals dabei: „New Mobility World“ mit Trends für die Mobilität von morgen.

Automotive trifft IT: Die IAA 2015 ist eine Messe für Quereinsteiger. Neben dem Who’s who der Autobranche sind auch Google, Apple, Deutsche Telekom und andere Vertreter der Hightech-Branche in Frankfurt präsent. „Es gilt, Mobilität gemeinsam noch intelligenter und noch vernetzter zu gestalten“, weist VW-Vorstand Martin Winterkorn seinem Industriezweig den Weg. Die Schlüsseltechnologien des intelligent vernetzten Verkehrs der Zukunft heißen Car2Car (Kommunikation zwischen Fahrzeugen), Car2X (Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur) sowie Big Data (Bündelung und Auswertung der Datenströme). Sie sind zugleich Schwerpunkte des Ausstellungsbereichs „New Mobility World“ in Halle 3.1.

Solider und vorzeigbarer Fuhrpark – wir stellen Luxuslimousinen und SUVs vor.

„Unternehmen sollten den Technologiesprung durch das vernetzte Auto als Chance begreifen“, rät Detlev Mohr von McKinsey: Jede zusätzliche Minute im Auto, in der wir ungestört mobil im Internet arbeiten, böte weltweit ein Umsatzpotenzial von fünf Milliarden Euro jährlich.

Selbstständig fahrender Lkw: Autonomes Fahren soll Diesel und Wartungskosten einsparen. © Daimler AG

Selbstständig fahrender Lkw: Autonomes Fahren soll Diesel und Wartungskosten einsparen. © Daimler AG

Um aus Datenströmen wirtschaftlichen Nutzen zu generieren, setzt auch der Mittelstand zunehmend auf Big-Data-Anwendungen wie die Flottenmanagementplattform TomTom WebFleet. Pro Tag verarbeitet das System die Daten von 500.000 Flottenfahrzeugen (Pkws und Lkws). Fünf davon gehören zum Handwerksbetrieb Jüngst in Burgwedel. „Sogar von der Baustelle aus kann ich mit meinem Smartphone den Status der Fahrzeuge sowie deren Ankunftszeiten erkennen und Kunden über verkehrsbedingte Verzögerungen informieren“, so Firmenchef Thomas Jüngst. Dass er die Routen für die kürzeste und effektivste Strecke auslegen kann, spart ihm 20 Prozent an Spritkosten.

Der Hackerangriff auf den Jeep Cherokee Ende Juli macht es deutlich: Die Digitalisierung im Auto bringt nicht nur Chancen, sie birgt auch enorme Risiken. Wie die Branche gegensteuert: creditreform-magazin.de/auto-Sicherheit

Logistikanbieter wie die Deutsche Post setzen auf Elektrofahrzeuge, Fuhrparklenker steuern ihre Flotten routen- und verbrauchsoptimiert per Software. © Deutsche Post DHL

Logistikanbieter wie die Deutsche Post setzen auf Elektrofahrzeuge, Fuhrparklenker steuern ihre Flotten routen- und verbrauchsoptimiert per Software. © Deutsche Post DHL

Auch im Logistiksektor lassen sich Prozesse in Echtzeit optimieren: Die webbasierte Plattform Business2Car von T-Systems zielt sowohl auf Speditionen als auch auf Pkw-Flotten. Erstere können etwa die optimale Lieferfolge dynamisch berechnen lassen, indem die einzelnen Güter über Sensoren und Codes erfasst werden. Der Transport- und Logistikdienstleister DB Schenker setzt derweil auf intelligent gesteuerte Prozesse via Mobile Logistics Cost Management, bei dem eine App während der Fahrt gewonnene Daten zu Geschwindigkeit, Benzinverbrauch und Standzeiten erfasst. Daraus generiert die Plattform entsprechende Prozessoptimierungen, um stets flexibel und unmittelbar auf Verbrauchsverhalten, Fahrstile und zeitliche Einflüsse zu reagieren. Vorteile, die sich auch für kleinere Anbieter auszahlen: So hat etwa der Kurier- und Expressdienst GO! Express & Logistics Osnabrück GmbH laut seiner Chefin Jutta Wolff „die Sicherheit von Fahrern, Fahrzeugen und Waren, die Wartungsintervalle und den Fahrzeugverschleiß immer im Blick“.

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