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Unternehmensnachfolge 2.0: So finden die richtigen Akteure zusammen

Wenn sich in der eigenen Familie oder dem eigenen Unternehmen kein Nachfolger findet, müssen Mittelständler und Inhaber von Familienunternehmen eine schwierige Entscheidung treffen: Wie geht es mit dem Unternehmen weiter? Neue Transaktionsplattformen wie „KPMG Matchmaker“ bringen Sie mit potenziellen Käufern zusammen.

Das Thema Unternehmensnachfolge ist besonders für Familienunternehmen ein sensibles. Die über Jahre erarbeiteten Unternehmenswerte und Grundsätze sollen erhalten bleiben – auch, wenn der aktuelle Inhaber sein Zepter weiterreichen will oder muss und kein geeigneter Nachfolger aus der eigenen Familie zur Verfügung steht.

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn hat ermittelt, dass schätzungsweise 44.000 Inhaber übernahmewürdiger Familienunternehmen in Deutschland bis zum Jahr 2022 extern nach einem Nachfolger suchen werden. Oft scheuen sich Unternehmer davor, an einen Wettbewerber zu verkaufen. Zu groß ist die Sorge, die eigene Firma gehe im Betrieb des Konkurrenten auf. Stattdessen ist der Wunsch nach einem Nachfolger groß, der das eigene Lebenswerk weiterführt.

Transaktionsplattform bringt Unternehmer und Käufer zusammen

Doch die Suche nach dem richtigen Käufer ist nicht immer leicht, zumal sie in der Regel möglichst diskret verlaufen soll. Eine Transaktionsplattform wie „KPMG Matchmaker“ kann nun bei der Suche nach einem Unternehmensnachfolger behilflich sein und Zeit bei der Suche sparen: Unternehmer, Investoren und Kaufinteressenten werden kostenlos, vertraulich und anonym miteinander vernetzt. Es ‚matcht‘, wenn potenzielle Käufer zum Verkäufer passen. Diesem werden dann die möglichen Investoren und Nachfolger vorgeschlagen.

An Kandidaten für eine Unternehmensübernahme mangelt es nicht. Im Gegenteil, neben Wettbewerbern und Finanzinvestoren gibt es auch überraschend viele Vorstandschefs und andere Manager in leitenden Funktionen, die gerne Unternehmer werden möchten. Für den Preis, künftig ihre eigenen Strategien und Ideen zu verwirklichen, sind viele bereit, ihr sicheres Angestelltenverhältnis aufzugeben.

Den richtigen Investor finden

Manager, die ein solches Ziel verfolgen, brauchen allerdings einen finanzkräftigen Investor, der sie unterstützt. Üblicherweise muss der Käufer gemeinsam mit seinem Investor etwa die Hälfte des Unternehmenspreises bestreiten, wobei der Kapitalgeber den überwiegenden Teil bezahlt. Den Rest übernimmt die Bank. Ein solches Übernahmemodell bezeichnet man als Management-Buy-in (MBI) –im Unterschied zum Management-Buy-out (MBO), bei dem Mitarbeiter oder Manager aus dem Unternehmen die Anteile des bisherigen Gesellschafters kaufen. Laut dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn übergeben 18 Prozent der deutschen Familienunternehmen ihre Firmen an ihre Mitarbeiter. 29 Prozent verkaufen hingegen an Externe. Ein Investor wird üblicherweise in beiden Fällen benötigt.

Familienunternehmen als Kapitalgeber

Eine Plattform wie „KPMG Matchmaker“ bringt alle Akteure zusammen: Denn neben Verkäufern und Käufern sind hier auch verschiedene Investorengruppen vom Venture-Capitalist über Family Offices bis hin zu Familienunternehmen vertreten. Ein entscheidender Vorteil, denn der Aufwand für die Ansprache möglicher Kapitalgeber ist oft sehr hoch. Trotzdem ist es wichtig, dass sich Unternehmer nicht auf den erstbesten Investor einlassen. Sie sollten sich stattdessen zunächst einen Überblick verschaffen, welche Kapitalgeber es am Markt für ihr Vorhaben gibt.

Die Unterstützung eines Venture-Capitalist birgt gerade für junge Unternehmer oft den Vorteil, dass sie im Falle des Scheiterns ihrer Geschäftsidee das Geld nicht zurückzahlen müssen: Der Investor kennt das Risiko. Ebenso interessant wie Venture-Capital-Geber können aber auch Family Offices und Familienunternehmen sein. Denn für sie geht es meist nicht allein um die eigene Gewinnmaximierung. Sie lassen sich noch von anderen Motiven leiten und sind deshalb häufig bereit, einen höheren Kaufpreis zu zahlen, wenn sie von einem Unternehmen überzeugt sind. Darüber hinaus kann der Unternehmer in diesem Fall vielleicht auch von den Erfahrungen seines Geldgebers profitieren, etwa wenn es um Kontakte zu Lieferanten, den Eintritt in neue Märkte oder andere wichtige Unternehmensentscheidungen geht.

Eine Übernahme ist also dann erfolgreich, wenn nicht nur die Finanzierung stimmt: Der ‚Spirit‘ und der Gründergedanke des Unternehmens sollten auch vom neuen Inhaber weitergetragen werden. Der Literaturwissenschaftler Jacob Grimm sagte einmal „Alles Große in der Welt hat seine Nachfolger“. Für Familienunternehmen gilt es, den passenden zu finden.

 

Weitere Informationen zur Transaktionsplattform „KPMG Matchmaker” finden Sie unter: https://atlas.kpmg.de/matchmaker/


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