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Geldregen für die VW-Eignerfamilien Porsche und Piech

Zumindest für die VW-Holding Porsche SE ist die Dieselkrise überwunden. Die Eignerfamilien können sich über eine Millionen-Dividende freuen.

Die Porsche Holding SE profitiert von gut laufenden Geschäften bei Volkswagen. Der VW-Großaktionär hat das Konzernergebnis in den ersten drei Quartalen um 25 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro gesteigert – trotz der Dieselkrise. Im Gesamtjahr erwartet die Holding nun einen Nettogewinn von bis zu 3,5 Milliarden Euro.

Die Porsche SE hatte Mitte Oktober die Prognose um 900 Millionen Euro gesenkt, weil Sonderfaktoren wie Geldbußen für VW und Audi auf das Ergebnis drückten. Doch die neuen Gewinnerwartungen scheinen auch Analysten angemessen.

Für die Eigentümerfamilien dürfte sich das auszahlen. Es gibt zwar noch keine Angaben zur Dividende. Aber im Vorjahr zahlte die Porsche SE 1,75 Euro je Stammaktie, was einer Ausschüttung von rund 270 Millionen Euro entspricht. Porsche-Betriebsrats-Chef Uwe Hück hatte die Dachgesellschaft schon einmal als ‘Geldschrank’ bezeichnet. Die Nettoliquidität des Porsche SE liegt bei knapp einer Milliarde Euro, das Eigenkapital bei über 32,5 Milliarden Euro und die Eigenkapitalquote bei 99,1 Prozent.

In der Porsche SE halten die Familien Porsche und Piech ihrer Beteiligung an Volkswagen in Höhe von 52,2 Prozent an den VW-Stammaktien. Dies entspricht einem Anteil von 30,8 Prozent am gezeichneten Kapital des Wolfsburger Konzerns. Vorstandschef der Porsche SE ist in Doppelfunktion VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Der ehemalige VW-Finanzchef genießt das Vertrauen der Großaktionärsfamilien.

Volkswagen hatte in den ersten drei Quartalen den Nettogewinn um 24 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Euro gesteigert, trotz aller Debatten um drohende Diesel-Fahrverbote, des Streits um Hardware-Nachrüstungen und der Probleme mit neuen Abgastests.

1p1p


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