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Österreich strebt offenbar keinen Sitz im EZB-Direktorium mehr an

Österreich will offenbar kein neues Mitglied mehr für das Direktorium der EZB vorschlagen. Es gebe keine geeignete Person.

Österreich hat unterrichteten Kreisen zufolge den Plan aufgegeben, ein neues Mitglied für das Direktorium der Europäischen Zentralbank vorzuschlagen. Es gebe inmitten der anstehenden Neubesetzungen keine geeignete Position, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen.

Finanzminister Hartwig Löger hatte im September gesagt, dass Österreich ‘bereit’ sei, auch einen Vorschlag für einen der freiwerdenden Sitze im Spitzengremium der Notenbank zu machen. Doch das wahrscheinlich komplexe Gerangel unter den Ländern um die Schlüsselpositionen lasse das Gelingen unrealistisch erscheinen, sagten die Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten, weil die Überlegungen vertraulich sind.

Durch diese Veränderung fällt ein potenzieller Rivale für den irischen Zentralbankgouverneur Philip Lane weg, der häufig als wahrscheinlicher Kandidat für die nächste freie Stelle genannt wurde. Bei dem Treffen der Finanzminister des Euroraum am 21. und 22. Januar wird das Bewerbungsverfahren für den freiwerdenden Posten von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet eröffnet, wobei sein Nachfolger im EZB-Direktorium am 11. Februar ausgewählt werden soll, hatte Bloomberg aus Kreisen erfahren.

Diese Personalentscheidung ist nur ein Teil des diesjährigen umfassenden Stühlerückens, in dessen Rahmen auch ein Nachfolger für den EZB-Präsidenten Mario Draghi bestimmt wird, ebenso wie für die Präsidenten des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission, sowie eine neue Kommission selbst. Auch die Europäische Bankenaufsicht benötigt einen Chef.1p1p


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