Handelsblatt News

Mehr als 30.000 Gelbwesten-Demonstranten in Frankreich

In Paris kommt es zu vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten, doch die erreichen bei weitem nicht das Ausmaß vom Dezember.

Mehr als 30.000 Anhänger der sogenannten Gelbwesten-Bewegung haben das neunte Wochenende in Folge gegen die französische Regierungspolitik demonstriert. Allein 8.000 versammelten sich in Paris für den Protestmarsch über die Prachtstraße Champs-Élysées, wie die Polizei mitteilte. In der Nähe des Arc de Triomphe kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Beamten und Demonstranten, die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Landesweit seien mehr als 100 Personen festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Auch in Bourges versammelten sich Demonstranten, die zum Zeichen ihres Protests gelbe Warnwesten trugen. Einige Teilnehmer warfen Gegenstände auf die Polizei und zündeten einen Mülleimer an. Ansonsten blieb es aber weitgehend friedlich. Landesweit waren wegen der Proteste 80.000 Polizisten im Einsatz.

Über Weihnachten und Neujahr hatte der Zulauf zu den anfangs auch mehrfach von schwerer Gewalt überschatteten Demonstrationen abgenommen. Doch trotz Zugeständnissen von Präsident Emmanuel Macron, darunter Steuererleichterungen im Umfang mehrerer Milliarden Euro und dem Führen einer ‘nationalen Debatte’, sind die Demonstrationen im Januar wieder größer geworden.

In London gingen am Samstag ebenfalls mehrere hundert Menschen in gelben Warnwesten auf die Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Einige trugen ein Transparent mit der Aufschrift ‘Großbritannien ist kaputt’. Sie warfen der Regierung vor, zu sehr mit dem Austritt des Landes aus der Europäischen Union beschäftigt zu sein und die Sorgen der Menschen nicht mehr ernst zu nehmen.1p1p


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