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Nach langer Debatte haben die Fußball-Bundesligisten den Weg für den Einsatz der Torlinientechnologie frei gemacht. Etwas überraschend entschied sich die Liga für das Hawk-Eye-System. Das Nachsehen hatte der Hersteller des computergesteuerten GoalControl aus Würselen im Rheinland, auf das der Weltverband FIFA zuletzt bei der WM in Brasilien setzte. 

Den Geschäftsführer von GoalControl, Dirk Broichhausen (Bild), hatten wir rechtzeitig vor Anpfiff der WM 2014 interviewt.

Vor der Abstimmung hatte die Liga in einer Ausschreibung unter den Anbietern die Kosten für die Technik ermittelt. Das Hawk-Eye-System kommt bereits in der englischen Premier League zum Einsatz. Die Torlinientechnologie soll von der nächsten Saison für faire Entscheidungen sorgen.

Kritiker bemängeln den Aufwand für die Systeme, die aus ihrer Sicht nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen. Zudem sei die Bundesliga mit dem bisherigen Regelwerk stets gut gefahren. Die Befürworter versichern, bei den Verhandlungen mit dem Hawk-Eye-Lieferanten sei ein exzellenter Preis erzielt worden.