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Creditreform

Anleger befinden sich bei diesem Fonds „in guten Händen“, findet Simon Nöth. Der Morningstar-Fondsanalyst begründet dieses Urteil mit gleich mehreren Argumenten. Zum einen sei da die Qualität des Fondsmanagements: Dr. Nils Ernst ist seit Auflage des Produkts am Ruder. Der Fondsmanager beschäftigt sich seit seinem Wechsel zur DWS im Jahr 2004 mit globalen und US-Wachstumsaktien. Das von ihm geleitete globale Wachstumsteam wurde Anfang 2013 auf vier Mitglieder aufgestockt. Ernst hat zudem die laut Morningstar „umfangreichen Researchkapazitäten“ der DWS im Rücken.

Dann der Prozess der Aktienauswahl im Fonds: Bottom-up getrieben, führe er über die Fundamentalanalyse oft zu Aktien, die über eine Marktführerschaft in Nischenmärkten verfügten und/oder in den Schwellenländern exponiert sind. „Grundsätzlich bevorzugt Ernst strukturelles Wachstum gegenüber zyklischem Wachstum“, hat Simon Nöth beobachtet. Dabei lege Fondsmanager Ernst besonderes Augenmerk auf Gewinnwachstum: „Der Prozess konzentriert sich klar auf qualitativ hochwertige Wachstumsaktien.“ Diese Merkmale würden entsprechend auch im Portfolio sichtbar.

Und die Branchenverteilung? „Mit Blick auf die übergeordneten Sektoren sind zyklische Branchen wie Finanzen und zyklischer Konsum erwartungsgemäß unterrepräsentiert, während defensive Sektoren wie defensiver Konsum oder Gesundheit – aber auch Industriewerte – übergewichtet sind“, berichtet Nöth. Dieses Wachstumsprofil des Portfolios schlage sich dann auch im überdurchschnittlichen Cash Flow- und Gewinnwachstum der gehaltenen Unternehmen nieder. Die Folge: Seit Auflage liegt der Fonds deutlich vor der Kategorie, seiner Benchmark MSCI AC World und dem Kategorie-Index MSCI World Growth. Bis Ende 2012 schnitt der Fonds den Morningstar-Statistiken zufolge jedes Jahr besser als die Konkurrenz ab. Allerdings: Seit Jahresanfang laufen das direkte und indirekte Schwellenländerexposure sowie einige Aktienpicks gegen den Fonds. Verglichen mit der Benchmark hat der Fonds über drei Jahre wegen des krisengebeutelten Jahres 2011 und der Underperformance seit Jahresanfang das Nachsehen.

Dennoch: „Insgesamt sollten der talentierte Fondsmanager, der konsistente Prozess sowie die moderaten Kosten weiterhin zu einer überdurchschnittlichen Rendite im Kategorievergleich führen“, heißt es bei Morningstar in München. Das Rating „Bronze“ wird bestätigt.

Anmerkung der Redaktion:

Der Anlagecheck richtet sich an erfahrene Anleger, die ihre Kaufentscheidung selbstständig treffen – er stellt keine Beratung seitens der Redaktion dar. Bitte beachten Sie auch unbedingt die Morningstar-Empfehlung zur richtigen Depot-Beimischung!

Rolle im Depot: Wachstumsstarke, globale Aktien taugen laut Analyse durchaus als Hauptstrategie in einem diversifizierten Portfolio

People: Nils Ernst managt den Fonds seit Auflage und kann laut Morningstar „auf ordentliche Ressourcen“ zurückgreifen.

Parent: Die Stärken der DWS sieht Morningstar bei globalen Dividenden- und Deutschlandaktienfonds sowie teilweise bei Euro-Anleihen.

Process: Der Bottom-up getriebene Prozess setzt auf qualitativ hochwertige Wachstumswerte.

Performance: Die Outperformance zur Peergroup und Benchmark wurde in verschiedenen Phasen erzielt.

Price: Die Kosten liegen unter dem für die Kategorie üblichen Niveau.

Wie die Analysten von Morningstar zu ihrem Urteil kommen – und was die Rating-Stufen im Einzelnen bedeuten, erfahren Sie, wenn Sie unseren QR-Code scannen. Weitere Fondsanalysen von Morningstar für „Creditreform“ finden Sie unter creditreform-magazin.de /morningstar