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Burisch, der 2008 das „Burnout-Institut Norddeutschland“ gegründet hat, nennt beispielhaft einige weitere Eigenschaften, die Teil eines Burnout-Prozesses sind:

• zunehmende Reizbarkeit

• sinkende Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung

Rückzug aus sozialen Kreisen

körperliche Leiden wie Kreislaufprobleme oder Rückenschmerzen

• Das alles münde in Verzweiflung, weil letztlich jede Situation nur noch als Belastung empfunden werde, so der Wissenschaftler.

Was kann man dagegen tun?

• Eine Möglichkeit, dem Burnout zu entkommen, ist das bewusste Nachdenken über die Lage, in der man sich befindet. Ist Ihnen klar geworden, dass irgendetwas nicht stimmt in Ihrem Leben? Dann hilft es oft schon, sich den Spiegel vorzuhalten.

• Gewinnen Sie Abstand zur Arbeit, etwa während eines langen Spaziergangs oder im Gespräch mit einem Vertrauten. Versuchen Sie zu klären: Was genau läuft schief? Welche Optionen haben Sie? Was hindert Sie, diese zu nutzen?

• Stellen Sie sich dem Problem, erklären Sie es nicht zum Tabu – sowohl als Betroffener als auch als Kollege oder Vorgesetzter, der einen Burnout-Betroffenen kennt.

• Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Form von Beratungsgesprächen in Anspruch zu nehmen.

Auf der Website des „Burnout-Instituts Norddeutschland“ hat Burisch mit seinem Team umfangreiche Informationen zum Thema zusammengestellt, darunter nützliche Materialen wie Checklisten und Merkblätter, die Arbeitgebern ebenso wie Arbeitnehmern beim Umgang mit dem Burnout zur Seite stehen. (mil)