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Der Fuhrpark bestand zu Aristoteles Zeiten im antiken Griechenland wohl aus Kutschen, Karren und Schlitten – Antrieb war die bloße Kraft von Tieren oder Menschen. Dieselmotoren, Leichtbau oder gar Elektromobilität waren noch keine Worte der Stunde. Jahrhunderte vor Christus wurde mit wirkmächtigen Philosophen allerdings bereits eine andere Idee geboren: Suum cuique – Jedem das Seine. Was dieser Ausspruch mit Fuhrparkmanagement zu tun hat? Das Zitat unterstreicht das Grundprinzip des Outsourcings: die Anlehnung an die ökonomische Nützlichkeit. Diese Idee erscheint das erste Mal bei Platon und wird von Aristoteles weiter verstärkt.

Jeder soll nach „Suum cuique“ das tun, wie es seinem Wesen, seinen Möglichkeiten und den individuellen Umständen entspricht. Auch wenn die Frage in diesem Fall von den Philosophen im Rahmen der Gerechtigkeit aufgegriffen wird, gibt sie doch Aufschluss über ein Grundprinzip der Arbeitsteilung: Vor allem in Ländern wie Deutschland, mit einer Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen, zeigt sich die Stärke in der Spezialisierung.

Heute unterstützen spezialisierte Serviceanbieter (meist Drittunternehmen wie wir von Arval) Unternehmen bei ausgesuchten Themenfeldern. Für viele Firmen ist der Schritt zur Spezialisierung unabdingbar, um mit der Wettbewerbssituation auf dem Markt Schritt halten zu können und weiter zu wachsen – das geht nur, wenn die Aufgaben so verteilt werden, dass ein jeder die Aufgabe übernimmt, für die er am besten geeignet ist. Dazu gehört auch: wichtige Aufgaben an externe Dienstleister abzugeben. So macht es beispielsweise wenig Sinn, wenn die Office Managerin ohne das nötige Vorwissen das Handling der Firmenautos übernimmt. Der Schritt des Einholens von Expertise an dieser Stelle wird als Auslagerung bezeichnet: Das sogenannte Outsourcing ist eine Unternehmensstrategie, bei dem das Unternehmen einzelne Aufgaben, Teilbereiche und Geschäftsprozesse auslagert. Ziel: Das Unternehmen kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Für immer mehr mittelständische Unternehmen gehört Outsourcing mittlerweile zum Erfolgsrezept.

Mittelständler entscheiden sich für Outsourcing

Geschäftsprozesse und Teilbereiche an externe Dienstleister auszulagern ist für viele, kleine Unternehmen immer auch mit Risiken verbunden. Kleine Projektbudgets, die Suche nach geeigneten Dienstleistern und die Steuerung von Projektteams – ein scheinbar aufwändiges, kostspieliges Unterfangen. Zudem schreckt die Kostenfrage viele Mittelständler ab – zu Recht? Hier kommt mein klares „Nein“. Denn, um mit Aristoteles fortzufahren, „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.

Oder mit anderen Worten: Outsourcing lohnt sich nicht nur, sondern ist nötig. Wachstum, kürzer werdende Zyklen im Markt und technischer Fortschritt erfordern auch bei kleinen Unternehmen organisatorische Veränderungen. Je mehr Personen in einem Unternehmen arbeiten, desto intransparenter werden die Prozesse. Um das Wachstum abzufangen und dem Kostendruck standzuhalten, müssen Unternehmer Lösungen finden, damit sich das Unternehmen voll auf das Kerngeschäft fokussieren kann.

Outsourcing: Ja, aber wann?

Bei vielen Dienstleistungen fällt das outsourcen leicht: zum Beispiel beim Reinigungsservice – hier denkt kaum ein Unternehmer daran, dies selbst zu übernehmen. Ab wann sich Outsourcing beispielsweise bei Firmenautos lohnt, ist den meisten wiederrum nicht wirklich klar. Dabei lohnt sich Outsourcing schon ab dem ersten Auto. Wir von Arval managen den kompletten Fuhrpark für unseren Ansprechpartner auf Kundenseite. Das Unternehmensmanagement bestimmt dabei den Grad der Betreuung, der Dienstleister übernimmt von der Beratung, dem Management wie Reifenwechsel und Schadenmanagement, dem Auswerten der Flotte und der Bereitstellung von Reports bis hin zur Zusage zum Service Level Agreement alles für den Kunden. Zudem steht er auch bei der strategischen Gestaltung des Fuhrparks beratend zur Seite. Das beweist, dass man durch Auslagerung auch immer Know-how und Erfahrung einkauft.

Und das im 21. Jahrhundert ebenso wie im 4. Jahrhundert vor Christus. Gerne würde ich wissen, was Aristoteles heute zu manch anderen Phänomenen wie der Maut sagen würde. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Mein Fazit: Nicht nur das Suum cuique von Aristoteles begeistert mich. Wie sieht es bei Ihnen aus? Gibt es ein Buch, das Sie inspiriert oder einen Schriftsteller, auf dessen Urteil Sie vertrauen?