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Der deutsche Mittelstand verfügt über Führungskräfte mit echter Krisen-Expertise, zeigt die aktuelle Studie „Restrukturierung 2021“. Trotzdem fahren viele Unternehmen häufig nur auf Sicht, statt einen strukturierten Prozess für eine zukunftsfähige Ausrichtung zu verfolgen.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf Managementebene schnell zu entscheiden. Die Studie „Restrukturierung 2021“ belegt, dass der deutsche Mittelstand hier ordentlich aufgestellt ist. So gaben vier von zehn Unternehmen an, über erfahrenes Personal zur Krisenbewältigung zu verfügen. Insbesondere Industrieunternehmen haben im Vergleich zu Dienstleistungs- und Handelsunternehmen erfahrene Manager an Bord.

Für die Untersuchung hat die Unternehmensberatung Staufen mehr als 200 Inhaber und Top-Führungskräfte von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 20 Millionen Euro befragt (Kostenfreier Download der Studie).

Dennoch gibt es in allen Branchen Nachholbedarf, wenn es darum geht, Schieflagen rechtzeitig zu erkennen. Bislang arbeitet weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen mit einem klar strukturierten Prozess an der eigenen Zukunftsfähigkeit oder spielt regelmäßig Krisenszenarien durch. Stattdessen setzen Unternehmen vor allem auf ihr eigenes Risikomanagement-System, Finanz-Kennzahlen und Hinweise von Führungskräften.

Um Krisen frühzeitig zu erkennen und die Geschäftsstrategie optimal an die jeweilige Situation auszurichten, ist ein Umdenken und der flächendeckende Einsatz prädikativer Analysen notwendig. Modernere Management-Tools wie zum Beispiel Trendradare oder datengetriebene Ansätze wie Data Analytics eignen sich hier ideal, um die klassischen Systeme der Krisen-Früherkennung zu erweitern oder sogar komplett zu ersetzen.

Kongress und Livestream: Um Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit geht es auch auf dem BestPractice Day 2021 am 23. November in Stuttgart

Zum Autor: Wilhelm Goschy ist CEO der Staufen AG. Seit 2011 ist der Lean-Experte Vorstandsmitglied der internationalen Transformationsberatung. Dort verantwortet er den Bereich Business Development sowie die strategische Branchen- und Marktbearbeitung. Goschys Beratungsschwerpunkte liegen auf wertstromorientierten Fabrikkonzepten, der Implementierung von Wertschöpfungssystemen und dem Coaching von Führungskräften. Außerdem war er in den vergangenen Jahren maßgeblich am Ausbau des Auslandsgeschäfts der Staufen AG beteiligt.