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Creditreform

© Karen Beard/Getty Images

Die Corona-Krise stellt vor allem Eltern, die parallel zum Home Office ihre Kinder betreuen müssen, vor eine Herausforderung. Wildling Shoes-Gründerin Anna Yona ist selbst Mutter von drei Kindern und führt ihr Unternehmen tagtäglich von Zuhause aus. Ihre fünf Tipps für Arbeit in Krisenzeiten.

 

1. Flexibel bleiben

Viele Eltern bei Wildling Shoes verlegen ihre Arbeit in die Abendstunden oder wechseln sich mit Mitarbeitern ohne Kinder stundenweise ab. Gerade Alleinerziehende sind auf flexible Arbeitszeiten angewiesen. Und was sonst gilt, gilt auch in Krisenzeiten: Das Letzte, was das Team gebrauchen kann, ist ein Arbeitgeber, der verzweifelt Arbeitsstunden im Home Office kontrollieren will. Entscheidender ist, sich auf gemeinsame Ziele zu fokussieren, die beispielsweise wöchentlich festgesteckt werden können.

 

2. Stundenplan erstellen

Eine klare Routine zu haben hilft Eltern und Kindern. Darum ist es ratsam, neben festen Zeiten zum Aufstehen und Essen, einen Stundenplan zu erstellen, der Arbeits-, Spiel- und Freizeiten klar voneinander trennt. Bei Kindergartenkindern macht es Sinn, sich am gewohnten Rhythmus des Kindergartens zu orientieren. Mittagessen und Spielzeiten finden in den meisten Kindergärten zur gleichen Zeit statt. Bei Schulkindern sollte zusätzliche Zeit eingeplant werden, um die erledigten Schulaufgaben zu kontrollieren.

 

3. Arbeitsplätze einrichten

Es ist außerdem sinnvoll, feste Arbeitsplätze einzurichten. Das gilt auch für die Kinder. Dabei sollte auf eine Atmosphäre geachtet werden, in der konzentriertes Arbeiten möglich ist. Während die Eltern ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen, können die Kinder – je nach Alter – an ihren Arbeitsplätzen Schulaufgaben erledigen, malen oder basteln.

 

4. Mit Technik tricksen

Digitale Meetings laufen im Moment nicht ganz so ruhig ab wie bislang. Spielende Kinder im Hintergrund und ungeplante Unterbrechungen sind Teil der Kommunikation. Um trotzdem funktionierende Telefon- und Videokonferenzen zu gewährleisten, wird verstärkt die Funktion genutzt, Mikrofone stumm zu schalten, wenn man gerade nicht spricht.

 

5. Offen kommunizieren

Es erfordert Mut, zuzugeben, dass einige Arbeitsprozesse unter diesen besonderen Umständen anders oder gar nicht funktionieren. Aber solche Dinge offen zu kommunizieren, ist unheimlich wichtig. Weil es erstens Vertrauen und Zusammenhalt schafft und zweitens die Möglichkeit, eine Lösung im Team zu finden. Die Erfahrung zeigt: Viele Kollegen bieten ihre Unterstützung an. Aufgaben werden umverteilt und neu organisiert, Tipps für produktives Arbeiten ausgetauscht.