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Creditreform

Insgesamt sind im Einzelhandel rund eine Million Kassensysteme im Einsatz. Das durchschnittliche Alter der Kassenhardware blieb bei den aktuell befragten Händlern im Vergleich zu 2012 unverändert bei 5,4 Jahren. Die durchschnittliche Laufzeit einer Kassensoftware beträgt etwa sieben Jahre. 37 Prozent der befragten Unternehmen werden in den kommenden zwei Jahren ihre Kassensoftware erneuern. (mil)

Beachten Sie auch diese Ergebnisse:

Multifunktionalität und Multichannel

Der Leistungsumfang, der an den Kassen des Einzelhandels abgebildet werden muss, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und damit auch die Anzahl der Funktionen, die gefordert werden. Bislang waren es überwiegend Coupons (ob auf Papier oder auf dem Smartphone), das Aufladen von Telefonkarten (E-Loading) oder Contactless-Payment-Treiber, die das POS-System in der Filiale zum multifunktionalen Alleskönner gemacht haben. Aktuell sind es 61 Prozent der befragten Händler, die Couponing auf ihren Kassen abwickeln können; künftig wollen dies sogar 81 Prozent der Panel-Teilnehmer anbieten.

Vor allem das Thema Multichannel stellt zusätzliche Anforderungen an die Kasse. Sei es die Abfrage nach verfügbaren Produkten online, der Umtausch bzw. die Retoure von online gekauften Artikeln oder aber die Identifizierung des Kunden, der frei zwischen den verschiedenen Kanälen des Händlers wechselt – auf die Kasse kommt eine Vielzahl an neuen Aufgaben zu. QR-Codes werden nach heutigem Planungsstand im Handel zukünftig weit verbreitet sein und für unterschiedliche Funktionen genutzt werden. 40 Prozent der Teilnehmer planen, QR-Codes in der Filiale mit dem eigenen Onlineshop zu verknüpfen.

Neue Bezahlverfahren und mobile Kassen

28 Prozent der Retailer geben an, bereits heute kontaktloses Bezahlen zu ermöglichen – in der Regel kartenbasiert und oftmals noch in ausgewählten Filialen. Der Prozentsatz der geplanten Installationen liegt bei 78 Prozent. Mobile Payment – das Bezahlen mit dem Smartphone – bieten bereits 24 Prozent der befragten Handelsunternehmen an. Künftig soll diese Zahlmöglichkeit sogar bei 81 Prozent der befragten Retailer möglich sein. 52 Prozent der Teilnehmer planen, den Kassiervorgang künftig auch auf mobilen Kassen abzuwickeln, bereits heute kassieren neun Prozent der Unternehmen auch mit mobilen Kassen.

Die Breitbandanbindung der Filialen an die Zentrale ist inzwischen weitgehend zum Standard geworden. Dies bedeutet eine zunehmende Abkehr von der traditionellen, auf Kasse und Backoffice-Server basierender Filial-Infrastruktur. 87 Prozent der befragten Unternehmen streben zukünftig eine Realtime- bzw. Neartime-Kommunikation zwischen Zentrale und Filiale an.