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Creditreform

Gründe, einen Payment-Service-Provider (PSP) zu beauftragen, gibt es genug. Denn der Aufwand für die Integration und die Abwicklung unterschiedlicher Bezahlverfahren ist dann deutlich geringer, hinzu kommen Dienstleistungen wie das Risikomanagement und die Entlastung von hohen Sicherheitsanforderungen etwa der Kreditkarten-Unternehmen. Allerdings sind es mittlerweile jede Menge entsprechender Anbieter auf dem Markt. (mil)

Berücksichtigen Sie diese Hinweise bei der Auswahl:

Breites Angebot an Bezahlverfahren

Achten Sie darauf, dass der Anbieter über ein möglichst breites Angebot an Payment-Verfahren verfügt. Darunter sollten unbedingt gängige Verfahren wie Zahlungen per Kreditkarte, Lastschrift, Debitkarte, Giropay, Sofortüberweisung.de, PayPal usw. sein. Denn je höher das Angebot an Bezahlarten, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kunde sein bevorzugtes Verfahren vorfindet und es zum Kaufabschluss kommt.

Internationale und länderspezifische Bezahlverfahren

Wichtig ist, dass der PSP neben global akzeptierten Bezahlarten auch länderspezifische Verfahren anbietet. Denn gerade wenn Sie auch im Ausland Kunden gewinnen wollen, ist es hilfreich, wenn diese ihre üblichen Bezahlarten vorfinden. Das wirkt vertrauensbildend. Ein PSP sollte beispielsweise Debitkarten im Portfolio haben wie die „Carte Bleue“ – eines der beliebtesten Zahlverfahren in Frankreich –, Maestro International, PostePay (Italien), 4B (Spanien) oder die Bankomat-Karte (Österreich). Und natürlich nationale Lastschriftverfahren (etwa in Österreich) oder auch gesicherte Verfahren wie iDEAL (Niederlande).

BaFin-Zertifizierung

Die absolute Sicherheit, dass Ihr Geld in guten Händen ist, erhalten Sie unter anderem von einem bankenunabhängigen PSP, den die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Zahlungsinstitut zertifiziert hat. Nur so kann ein PSP für Ihren Zahlungsverkehr europaweit Treuhandkonten bei verschiedenen Banken einrichten und internationale Transaktionen abwickeln. Der Vorteil: Auf Treuhandkonten ist Ihr Geld auch beim Zahlungsausfall des Providers absolut sicher – ob im In- oder Ausland.

Datensicherheit

Die Technologie des PSP muss nach dem weltweiten Datensicherheitsstandard „Payment Card Industry Data Security Standard“ (PCI DSS) zertifiziert sein. Damit genügen Ihre Payment-Transaktionen den Sicherheitsansprüchen von Visa und Mastercard und ein korrekter Umgang mit sensiblen Kundendaten ist garantiert. Der Vorteil: Sie benötigen dann keine eigene PCI-Zertifizierung mehr.

Mobile Payment

Ein PSP muss seinen Kunden mittlerweile Möglichkeiten zum Mobile Payment bieten, beispielsweise über eine mobile Applikation. So verwandeln Sie Ihr Smartphone oder Touch-Gerät in ein mobiles Payment-Terminal und können Zahlungen flexibel und unabhängig durchführen. Wichtig dabei: Auch Transaktionen über solch eine mobile Lösung müssen dem Datensicherheitsstandard PCI DSS genügen.

Alles aus einer Hand

Wählen Sie einen PSP, der möglichst alle Dienstleistungen für Internet-Payment aus einer Hand anbietet – von der Technik und den Akzeptanzverträgen über die komplette Abwicklung der Transaktionen für die wichtigsten Zahlverfahren bis hin zu Support und technischem Service. Und das natürlich zu einem fairen Preis. Vorteilhaft ist es auch, wenn der PSP zudem über Services zum Risiko- und Debitorenmanagement verfügt.

Individuelle Beratung

Entscheiden Sie sich für einen PSP, der Sie individuell berät. Neben standardisierten Angeboten sollte der PSP Ihnen auch speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Leistungspakete mit Services aus den Bereichen Internet-Payment, Risiko- und Debitorenmanagement bieten können. Ein fähiger PSP hat oft sogar spezielle Branchenlösungen im Angebot.

Schnittstellen

Achten Sie darauf, dass sich die Services des PSP einfach und unkompliziert in Ihr Shop-und Ihr ERP-System integrieren lassen. Entsprechende Schnittstellen oder Module sollten unbedingt vorhanden sein.

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