Das Unternehmermagazin aus der Handelsblatt Media Group

Creditreform

Drei Viertel aller Manager aus den Branchen Automobil-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Maschinenbau und Textilien sind der Meinung, dass ein hohes Niveau an Arbeitsproduktivität für den Produktionserfolg ausschlaggebend ist. So lautet ein Ergebnis einer internationalen Umfrage des Beratungsunternehmen Kronos, Anbieter von Management-Lösungen.

Faktoren wie moderne Infrastruktur, Unterstützung der Regierung und ausländische Direktinvestitionen haben weniger Bedeutung als die Arbeitsproduktivität, darüber einig waren sich mehr als 200 Unternehmen der Fertigungsindustrie aus elf Ländern, die an der Umfrage teilnahmen.

Effektive Arbeitsteilung

Als effektive Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter nannten 68,2 Prozent der Befragten Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung der bestehenden Belegschaft. Investitionen in Technologie folgten mit 63,3 Prozent. Die Umfrage zeigt, dass sowohl Industrie- als auch Schwellenländer von einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in der Produktion betroffen sind. Bestätigt wurde der Fachkräftemangel mit 22 Prozent in Deutschland, 26 Prozent in den USA, 68 Prozent in Brasilien, 36 Prozent in China und 44 Prozent in Mexiko.

Bei der Frage, welche Strategie sie zur globalen Wettbewerbsfähigkeit empfehlen, antworteten 45,5 Prozent der Befragten, dass produzierende Unternehmen in Methoden zur Steigerung der operativen Fähigkeiten der Mitarbeiter und Strategien für eine effektivere Arbeitsteilung investieren sollten. Weitere Strategieempfehlungen bezogen sich auf Kostenkontrolle sowie Maßnahmen zur Minimierung des arbeitsrechtlichen Compliance-Risikos und Verbesserung der Produktivität der Mitarbeiter.

Arbeiter werden zum Wettbewerbsfaktor

„Hersteller stehen heute im internationalen Vergleich und sind im Umgang mit Arbeitskräften dem Einfluss von Regierungen, Supply-Chain-Partnern und Endverbrauchern ausgesetzt“, erklärt Gregg Gordon, Senior Director Manufacturing Practice von Kronos und Autor des Buches Lean Labor. “Da in den entwickelten Ländern die Arbeitslosigkeit steigt und die Löhne sinken, können sich die Schwellenländer nicht mehr auf niedrige Lohnkosten als Wachstumsstrategie verlassen. Sie müssen qualifizierte, produktive Arbeitskräfte entwickeln, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein. Mit zunehmender globaler Kontrolle, Wettbewerb und Supply Chain Komplexität, werden Arbeitskräfte zu einem Wettbewerbsfaktor für Hersteller überall auf der Welt.“ (al)

www.kronosglobal.de