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Creditreform

Organisation: Energiebeauftragter ernennen, Energieverantwortungsbereiche schaffen. Energiebedarfsbereiche bilden je nach Energieträgern oder Objekten.

Datenerfassung: Zusammentragen vorhandener Betriebs- und Energiedaten inklusive der Umrechnung in einheitliche, vergleichbare Maßeinheiten (Watt, Kubikmeter). Erfassen von Verbrauchszahlen, Durchführen von Messungen, energetisches Bewerten von Gebäuden, Befragen von Mitarbeitern, Besichtigen von energieintensiven Anlagen und Einrichtungen (Gebäude, Maschinen)

Datenanalyse: Abgleich der aufbereiteten Betriebs- und Energiedaten mit Kennzahlen, Feststellen von Abweichungen und deren Ursachen. Gegebenenfalls externen Energieberater einbinden.

Kostenerfassung: Aufschlüsselung und Abrechnung der Energiekosten nach Kostenstellen – auch Kosten, die in Niederlassungen entstehen. Rechnungswesen sollte Kostenausreißer erkennen.

Energiebedarf: Checken der eingesetzten Energiearten und der vorhandenen Effizienz (Verhältnis der eingesetzten Energie zum gewünschten Prozessergebnis), Erarbeiten von Alternativen sowie organisatorischer und technischer Abläufe bei der Energieversorgung.

Energiebeschaffung: Überprüfen der Einkaufspolitik (einschließlich Bezugsquellen und Transportwege) und der Tarifstruktur, Vergleichen von Einkaufsstrategien, unter anderem Contracting, von Energiebedarfszeiten und Energiebezugszeiten. Ein Lastmanagement stimmt Energiebedarfszeiten und Energiebezugszeiten aufeinander ab.

Berichtswesen: Jährlich eine Energiebilanz, die auch Teil des Geschäfts-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsberichts ist. Alle drei Monate einen Energiebericht mit Statistiken, Abschätzungen und etwaige Prognosen – etwa bezogen auf Energiebedarf und Energiekosten.

Alarmsystem: So werden Störungen frühzeitig erkannt. Je nach Einrichtung sollten die Meldungen auch direkt an den zuständigen Wartungsdienst gehen.

Controlling: Die eigenen Verbrauchswerte sind mit Entwicklungen auf dem Energiemarkt und Branchendaten abzugleichen. Zudem sind Messgeräte und automatisierte Messeverfahren auf ihre Funktionstüchtigkeit zu kontrollieren. Alle Daten, Protokolle und Auswertungen werden archiviert.

Quellen: TÜV Rheinland, Bundeswirtschaftsministerium, Deutsche Energie-Agentur