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Creditreform

Dass Yahoo-Chefin Marissa Mayer ihren Mitarbeitern von diesem Sommer an das Arbeiten im Home Office verbieten will, empört nicht nur viele in der Belegschaft – sondern ist für Wettbewerber Microsoft eine willkommene Steilvorlage: „Yahoo führt damit flexible Arbeitsmodelle ad absurdum und katapultiert sich damit bei Bewerbern ins Abseits“, stichelt Brigitte Hirl-Höfer, die Chef-Personalerin bei Microsoft Deutschland. In den Bewerbungsgesprächen ihrer Abteilung gehöre von Seiten der Kandidaten die Frage nach flexiblen Arbeitsbedingungen mittlerweile „genauso dazu“ wie Fragen zu Aufstiegschancen oder Sozialleistungen. Home Office erleichtere nicht nur die persönliche Work-Life-Balance, sondern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, findet Hirl-Höfer: „Für uns als Unternehmen bedeutet das vor allem eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit, eine geringere Fluktuation und eine höhere Produktivität.“ Damit flexible Arbeitsmodelle funktionierten, reiche allerdings nicht „die Implementierung neuester IT“ – zeitgleich müsse „ein grundlegender Kulturwandel“ her. Arbeitsprozesse und -strukturen müssten verändert, die Kommunikation innerhalb von Teams muss neu aufgesetzt werden – und ein Bewusstseinswandel aller Mitarbeiter eintreten. Einen knapp 30-seitigen Leitfaden zum Thema halten wir online für Sie bereit: creditreformmagazin.de/heft