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Wer auf Fachmessen einen Blick in die Medienzentren wirft, stellt meist vor allem eines fest: Gemessen an der Zahl der Aussteller sind nur sehr wenige Pressefächer mit Pressemappen belegt. Eigentlich schade.

Denn mit professioneller, rechtzeitig gestarteter PR lassen sich nicht nur mehr potenzielle Kunden an den Stand lenken, sondern auch eine über Monate höhere Nachfrage durch Medienberichte erzielen. Marketing und Vertrieb werden unterstützt. Gerade Firmen, die sonst wenig oder keine Pressearbeit machen, sollten die Gelegenheit nutzen – zumal die Kosten im Vergleich zu anderen messebedingten Ausgaben überaus überschaubar sind.

Welchen Wert Messen auch heute noch als Marketinginstrument im Mittelstand haben, beleuchtet folgender Beitrag aus unserem aktuellen Januar-Heft.

Ein Grund für die hohe Effizienz von Messe-PR ist, dass ein Unternehmen sowohl in der Vor- als auch in der Nachberichterstattung von Fachmedien auf sich aufmerksam machen kann. Die Vorberichte erreichen auch Entscheider abseits der sonst üblichen Vertriebskanäle und steigern so – meist deutlich – die Zahl qualifizierter Standbesucher und neuer Geschäftsansätze. Die Nachberichte dagegen steigern die Nachfrage auch Monate nach der Messe.

Darüber hinaus bieten Fachmessen einen hocheffizienten Rahmen, um Journalisten zu treffen und dem Unternehmen ein „Gesicht“ zu geben. Im direkten Austausch lässt sich das eigene Angebot besonders gut vermitteln. Zugleich lernen Unternehmen so, welche speziellen Interessen und Erwartungen die verschiedenen Redakteure und deren Leser haben. Wer darauf eingeht, profitiert meist nachhaltig in Form verstärkter und besserer Berichterstattung.

Journalisten verstehen und den Erfolg maximieren

Wichtig für den Erfolg aller Pressemaßnahmen – und damit für die Maximierung des eigenen Messerfolgs – ist eine hohe Professionalität. Welches sind die richtigen Medien und die richtigen Redakteure? Welche Zeitfenster gilt es zu berücksichtigen? Wie bereite ich meine Themen so auf, dass am Ende auch darüber berichtet wird? Was ist bei Einladungen und Gesprächen speziell mit Redakteuren zu beachten? Und wie maximiere ich die positiven Effekte von Messen im Nachgang? Bei allem ist es wichtig zu wissen, wie Journalisten arbeiten, was sie brauchen, wie sie denken und entscheiden.

Unternehmen, in denen entsprechendes Wissen oder schlichtweg die Zeit für professionelle PR fehlt, bietet sich der Rückgriff auf einschlägig erfahrene PR-Agenturen an. Gemessen an den sonst üblichen Kosten für einen Messeauftritt und vor allem auch an dem Mehrwert professioneller Kommunikation ist das eine hervorragende Investition. Dazu können gute PR-Agenturen außer in der Vor- und Nachbereitung bei Bedarf auch am Stand helfen – durch Entsendung von versierten Agenturmitarbeitern, die Pressegespräche moderieren und bei Bedarf auch eigenständig führen können.

Wichtig: Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte spätestens ein paar Monate vor Messebeginn Kontakt mit einer Agentur aufnehmen. Dann bleibt ausreichend Zeit für alles, wodurch der Messeauftritt ein noch größerer Erfolg wird: klärende Gespräche, Strategieentwicklung, Vorbereitung der Unterlagen, Einladung der Redakteure – und natürlich auch die Buchung und Belegung der Pressefächer.

Erik Biewendt ist Seniorberater bei der IC AG – Public Relations in Hamburg.