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Eco-Safety-Fahrtrainings schulen den Dienstwagenfahrer in sparsamer Fahrweise und helfen Unfälle zu vermeiden. Eine Investition also, die sich doppelt bezahlt macht – auch für den Chef.

Das fahrerische Können verbessern, einen Fahrstil lernen, der Spaß macht und bis zu 15 Prozent Kraftstoff einspart – mit diesen Lernzielen wirbt BMW für seine Eco- und Safety-Fahrtrainings. Als Zielgruppe haben die Bayern Beschäftigte mit Dienstwagen im Visier, genauer gesagt: deren Arbeitgeber. Bei den heutigen Spritpreisen belastet ein verbrauchsintensiver Gas-und-Brems-Fahrstil die Fuhrparkkostenstelle beträchtlich, und Verkehrsunfälle sind stets mit Kosten verbunden, unabhängig von der Schuldfrage.

Trainiert wird am Steuer des Firmenwagens zunächst im üblichen Fahrstil. So gewinnt der Coach erste Erkenntnisse, die sich später dank elektronischer Analyse der Fahrdaten noch verdichten. Danach geht es ans Eingemachte: Jede Fahrsituation wird besprochen, Verbesserungen werden erarbeitet und das Gelernte in die Praxis umgesetzt. „Das Lernen mit dem vertrauten Fahrzeug stellt sicher, dass die neuen Verhaltensweisen direkt in den Alltag übergehen und nachhaltig wirken“, betont Fahrtrainer Axel Müller. Für die Zeit nach der eintägigen Veranstaltung gibt es das „Advanced Package“: ein Online-Training zur Vertiefung der Inhalte inklusive E-Mails mit Spritspartipps.

Warum sich die Teilnahme lohnt, belegt BMW mit dieser Rechnung: Ein Betrieb mit 100 Fahrern, die jeweils 30.000 Kilometer im Jahr zurücklegen, zahlt bei einem Durchschnittsverbrauch von acht Litern Diesel auf 100 Kilometern und einem Literpreis von 1,40 Euro jedes Jahr 336.000 Euro für Kraftstoff. Vor dem Training. Durch die Sparveranstaltung senkt sich der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch auf sieben Liter – ein Minus von 42.000 Euro jährlich.

Individuelle Kurse

Eco-Safety-Kombikurse bieten auch die meisten anderen Autohersteller sowie Leasinggesellschaften und Autoclubs an. Offeriert werden sowohl firmenspezifische als auch offene, für jedermann zugängliche Trainings. Der Preis pro Kopf hängt von Veranstaltungsumfang und -dauer ab – und von der Frage, ob der Teilnehmer seinen Pkw mitbringt.

Die Programme unterscheiden sich nach Fahrzeugklassen und Zielgruppen: spezielle Fahrkurse für das Handling von Kompaktwagen, SUVs, Kombis, Vans und Transportern, mit oder ohne Add-on „Ladesicherung“. Spezielles wird auch für Elektro- oder Hybridantriebe geboten. Bei den Inhalten des Trainings kommt der Kenntnisstand der Teilnehmer ins Spiel: Level eins erfordert keine Vorkenntnisse, auf Maximallevel fünf wird das richtige Verhalten in Extremsituationen geübt. „Manchmal werden Angebote der ersten beiden Levels recht lässig angegangen“, erzählt Michael Thum, Instruktor der Mercedes-Benz Driving Events. „Doch die meisten Teilnehmer erkennen schnell: Es ist schwieriger als erwartet, ein Fahrzeug sicher und souverän zu steuern.“

Veranstaltungsorte sind öffentliche Straßen, Verkehrsübungsplätze, Rennstrecken, Trainingscenter oder spezielle Trainingsgelände. Die eingangs erwähnten Kurse der BMW und Mini Driving Academy in Maisach lassen sich mit Konferenzen und Firmenevents kombinieren: Workshop am Vormittag, Fahrtraining am Nachmittag. Berufsgenossenschaften fördern Maßnahmen für mehr Sicherheit von Mitarbeitern im Straßenverkehr mit bis zu 100 Euro pro Person.