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Creditreform

Auch in diesem Sommer gilt: Zwischen Rügen und Konstanz liegen die liebsten Reiseziele der Deutschen. Hier einige interessante Fakten rund um das Reisen in der Republik.

 

Heute

© Creditreform-Magazin 08/2015

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Morgen

© Creditreform-Magazin 08/2015

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Drei Fragen an Prof. Edgar Kreilkamp, Tourismusexperte an der Leuphana Universität Lüneburg

Edgar Kreilkamp © Leuphana Universität Lüneburg

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Wie steht die deutsche Tourismusbranche aktuell da?
Die Deutschen sind auch 2014 wieder mehr gereist als in den Vorjahren: 1,6 Milliarden Reisetage bedeuteten ein Plus von 1,2 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Tourismusindex des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) hervor. Für die Zukunft wird ein weiteres Wachstum erwartet. Auch Deutschland als Zielmarkt für Reisen liegt weiter im Trend: Mit 424 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben behauptet Deutschland die Spitzposition in Europa, noch vor Spanien (401 Millionen). Doch der Wettbewerb ist hart, die Umsatzrendite der Tourismusunternehmen liegt bei circa zwei Prozent.

Vor welchen großen Herausforderungen stehen die Unternehmen mittel- und langfristig?
Die größte Herausforderung für die deutsche Tourismuswirtschaft ist weiterhin die fortschreitende Digitalisierung. Neue globale Geschäftsmodelle entstehen und verschärfen den Wettbewerb, Bewertungssysteme und Social Networks fördern die Transparenz für den Urlauber und erlauben eine genaue Beurteilung der Angebotsqualität, politische Krisen in wichtigen Reiseländern führen immer wieder zu Problemen.

Was kann die Politik tun, um eine positive Entwicklung zu unterstützen?
Die Politik trägt vor allem durch Investitionen in die Infrastruktur zur Verbesserung der Angebotsqualität im Deutschlandtourismus bei. Generell führen Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen jedoch zu vielfältigen Problemen in der Branche. Genannt seien hier lediglich die Fluggaststeuer, die zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen im internationalen Markt führt, und die teilweise schon umgesetzte gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Hotelleistungen, die zu einer weiteren enormen finanziellen Belastung der Branche führen würde.